Donnerstag, 15. Mai 2014

Und Berlin ist wie New York, ein meilenweit entfernter Ort.

So, nun sind wir auf Bali, aber auch schon wieder seit über 10Tagen, den Blog zu schreiben ist hier nicht so einfach, ist eben viel zu warm, um den Kopf anzustrengen und einen vernünftigen Text hervor zu bringen, also wundert euch nicht, wenn dieser ein wenig daneben wird :D

Dienstag, unser erster offizieller Tag auf Bali, wurde erst ziemlich spät begonnen, da ja die Nächte davor nicht allzu lang waren, sind wir also erst gegen 12 Uhr aus den Betten gekrochen. Draußen war es jedoch jetzt schon viel zu warm, was uns nicht grad motiviert hat, das klimatisierte Zimmer zu verlassen. Irgendwann haben wir es dann jedoch geschafft und mussten uns erstmal einen Weg in Richtung Stadt bzw. Hauptstraße erfragen, da unsere Mägen sich langsam aber sicher ankündigten. Und was machen zwei deutsche Menschen im Urlaub?! Gehen in ein deutsches Restraurant: „Mamma“. Es lag zwar vielleicht auch daran, dass es das erste war, was man auf der Hauptstraße gefunden hat, vielleicht aber auch daran, dass wir total Hunger hatten und einfach sicher gehen wollten, dass das Essen lecker ist :D Die Entscheidung des Essens viel auch dementsprechend schwer. Zum Schluss gab es dann für beide einen Milchshake, für Julia Käsespätzle und für mich einen Chickensalat und Pasta. Es hat uns beide bis oben hin voll gemacht, war jedoch auch super lecker. Nachdem wir es dann irgendwann geschafft hatten mit unseren dicken Bäuchen aufzuraffen, haben wir uns in den Kampf mit den aufdringlichen Verkäufern gemacht. Es gibt hier unglaublich viele Läden und ungefähr nochmal doppelt so viele Menschen, die einem irgendetwas andrehen wollen. Handeln ist hier das Beste was man machen kann, was jedoch nicht immer so glimpflich abläuft und man dann doch ohne Ware aus dem Laden geht. Ganz dumm haben wir uns dann jedoch nicht angestellt, da jeder dann mit einigen Tüten voller neuer Dinge nach Hause kam. Für mich gab es zwei neue Kleider und Shorts, total dünn und bequem. Normale Klamotten kannst du hier aufgrund des Wetter eigentlich auch gar nicht anziehen. Aber bevor jetzt wieder gesagt wird ich geb zu viel Geld beim Shoppen aus...ein Kleid und ich glaub auch die Hosen haben jeweile 50.000Rupiah gekostet, was ein bisschen weniger als 5 australische Dollar und somit noch weniger in Euro ist. Also habe ich an sich nicht viel Geld ausgegeben :D Nach diesem äußerst anspruchsvollen Tag haben wir uns dann abends noch im Pool entspannt, der einfach total schön ist und an sich der einzige Ort ist an dem man es draußen länger aushält. Stundenlang darin verbracht ging es dann wieder in unser Zimmer, wo ich mich dann mal wieder meiner besten Freundin ein wenig gewidmet habe, um danach dann noch einen Plan für die nächsten Tage aufzustellen. Eindeutig zu viele Dinge zu sehen, in zu wenig Tagen.
Der nächste Tag fing dann schon früher an, da es um 9.00Uhr zum Frühstück ging, vier Toast mit Marmelade und Rührei und Orangensaft. Nicht besonderes, aber dafür, dass es im Zimmerpreis enthalten ist doch ganz gut. Anschließend haben wir uns dann unter die Dusche begeben, um uns danach am Strand gleich wieder einzusauen und nass zu machen :p Der Strand in Kuta ist jedoch ziemlich enttäuschend, der Sand ist ziemlich dunkel und zum Wasser hin auch teilweise schwarz, das Wasser selber ist unglaublich dreckig und wenn du darin stehst schwimmt dir dauernd irgendein Müll um die Füße, das ist echt widerlich und nicht das was man sich von Bali erhofft. Wir waren also nicht sonderlich begeistert, was dazu führte, dass wir uns schon nach ein paar Sonnenstrahlen wieder vom Strand verabschiedet haben. Es folgte eine Eispause und anschließendes chillen im Pool, der Ausweg für alles :D Um 15.30 Uhr sollten wir zum Kamelreiten abgeholt werden, wir also vorne zur Rezeption, fertig zum los gehen und was kommt?! „Ähm ja die Menschen waren schon vor einer Stunde da, um euch abzuholen und jetzt ist es zu spät.“ Wir natürlich total begeistert, da wir sowieso Verständigungsprobleme mit dem Typen hatten und es daher durch die eine an der Rezeption klären lassen haben, die uns gesagt hat um 15.30Uhr ist Pick-up, aber nein um 15.30Uhr sollte schon Start sein und einer Stunde vorher der Pick-Up, was sie uns verschwiegen hat. Wir also mit schlechter Laune über einen Ersatzplan für den restlichen Tag nachgedacht. Und was macht man, wenn man schlechte Laune hat und eigentlich etwas anderes vor hatte? Natürlich, essen. Wir uns also auf die Suche nach einem akzeptablen Restaurant gemacht, wo wir letztendlich dann bei einem super leckeren und günstigen Italiener gelandet sind. Nach dem besten Bruschetta das ich je hatte und einer eher durchschnittlichen Pizza ging es dann wieder in die Stadt, ein wenig rumschlendern. Abends wieder im Warung Coco haben wir die Zeit damit verbracht unsere Rucksäcke umzupacken und alles für die nächsten Tage vorzubereiten, wonach es dann auch nicht allzu spät ins Bett ging. 

Donnerstag wurden uns am Morgen unsere Roller direkt vor die Tür gebracht und unsere erste Fahrt war die vorne zur Rezeption, um auszuchecken. Wir wollten also in den nächsten 6 Tagen einmal quer durch Bali mit 10000 verschiedenen Zielen, die wir von allen möglichen Seiten zugesteckt bekommen haben. Unser erstes Ziel war die Hauptstadt, Denpasar. Wir waren jedoch nicht sonderlich von ihrem Anblick angetan und haben uns in kleinen Gassen auch ein wenig verwirrt, wo dann das erste Ungeschick passierte. Wir wollten grad aus einer dieser kleinen Gassen wieder auf eine der Hauütstraßen rauf, als mein Roller mal wieder nicht richtig funktionierte, ich mehr Gas gab, er los düste und ich schon längs auf dem Boden lag. Anstatt vom Roller zu gehen und mir zu helfen hatten die Einheimischen nichts besseres zu tun als mich die ganze Zeit anzuhupen und sich an mir vorbei zu schlängeln. Wir also erstmal mit den Rollern an die Seite und die „Ausmaße“ dieses kleinen Unfalls angesehen: eine mehr oder weniger große Schürfwunde am rechten Schienbein und ein kleiner Blutkreis am Kinn. Es sah nicht sehr schlimm aus, schön war jedoch auch anders. Beide natürlich keine Taschentücher, etc. bei wollte Julia sich erstmal auf die Suche nach solchen begeben, als dann eine indonesische Frau mit Taschentüchern und irgendeiner braunen Salbe ankam und das alles betupft hat. Sie hat sich vergewissert das alles gut ist, mir Salbe und Tücher da gelassen und ist wieder gegangen. Doch das war noch nicht gut verarztet. Es folgte eine kleine ältere Frau, die mit einer alten Flasche mit irgendeinem „Zauberelixier“ ankam und das auf meine Wunden aufgetragen hat, was zwar höllisch gebrannt hat, aber im Endeffekt doch ganz gut zu sein schien. Ich mich also wieder ein wenig beruhigt sind wir ein kleines Stück weiter gefahren, um dann eine andere Frau zu fragen wo denn Denpasar sein. Sie „Which Denpasar?“ Wir „Denpasar, the capital?“ Sie „Ah, it's right here“. Wir Schlauköpfe also schon am Ziel angekommen ohne es zu wissen. Die Roller haben wir dann am Straßenrand abgestellt, um uns zumindest eine kleine Brücke und einen Tempel, auf dem hakenkreuzartige Kreuze abgebildet waren (mir wurde dann später erklärt, dass diese hier in Indonesien anders herum sind als die, die wir kenne und zudem ein gutes und religiöses Symbol ist, welches Hitler sich damals nur abgeschaut hatte) anzusehen. Anschließend hätten wir es allein kaum über die Straße geschafft wegen all dem Verkehr, jedoch kam dann ein alter Mann an, der alle Autos und Roller extra für uns angehalten hat. Die Einheimischen hier sind einfach alle total nett und hilfsbereit! Unser nächstes Ziel war Pura Goah Lawah, ein Fledermaustempel. Erst haben wir den Weg nicht gefunden, jedoch hat uns dann ein Indonesier geholfen und bis vor die Tür gebracht. Dort waren wir erstmal froh unsere Rücken von der Last unserer Rucksäcke zu befreien und unsere Köpfe von der Wärme der Helme. Dort auf dem Boden sitzend und entspannend kam eine Gruppe kleiner Jungs vorbei, 12 Jahre ungefähr, die mich bzw. mein Bein alle angeguckt haben als wäre das sonst was, was mcih natürlich äußerst gefreut hat. Nicht. Der Tempel war an sich, wie jeder andere Tempel hier auch, total schön, jedoch haben wir uns zu doof angestellt die Fledermäuse zu finden bzw. war Julia der Meinung, dass die erst abends da sein würden. Naja, sonderlich Lust mit meinem Bein da weiter rumzusuchen hatte ich auch nicht. Wir also wieder fertig gemacht, auf die Roller und ab in Richtung Amlapura. Das war schon ein ziemlich langer Weg und als es dann in die kleinen Berge hoch ging sind bei mir die Nerven langsam auf Glatteis gegangen. Wir haben dann an einem kleinen Aussichtspunkt gehalten, wollten wieder los und schwups lag ich wieder auf dem Boden. Der Roller hatte mit mir wieder den gleich Mist veranstaltet wie davor, jedoch war es diesmal schlimmer, da ein Großteil meines linken Oberschenkel betroffen war und ich auf einer Art Kies gelandet bin, wo ein kleines Stück Stein schön mein Fleisch aufgeschnitten hat. Ich saß am Boden, nervlich am Ende, „halb verblutet“ und nur noch am heulen. Zum Glück fuhr hinter uns grade ein Auto mit ein paar Indonesiern drin, die sofort aus dem Auto sprangen, um mir zu helfen und mich zum Krankenhaus zu fahren, wobei der eine noch den Spiegel des Autos kaputt gemacht hat. Im Krankenhaus angekommen kam ich sofort ran und ein kleiner Junge der neben mir aus vollem Hals schrie beschrieb genau meine Gefühlslage. Ich lag dort also auf diesem Behandlungstisch drauf, während Julia Daten und alles dem Krankenhaus gab und für mich erstmal die Medizin holen musste, da der Arzt diese anscheinend nicht vor Ort hatte, als der Arzt meinte meine Wunden auf die unsanfteste Art und Weise dieser Welt sauber zu machen. Er hat sich solche Wattedinger genommen und damit schön in meinen Wundern rumgerubbelt, ich war froh, dass der eine Indonesier neben mir stand und meine Hand gehalten hab, denn ich hab geweint und gewimmert wie sonst was, es waren einfach höllische Schmerzen. Irgendwann war er dann mit seiner Folter und dem anschließenden Medizin raufschmieren fertig, worauf ich noch andere Medikamente bekommen habe und er mir irgendwelches Verbandszeug für die nächsten Tage erklärt hat. Ein paar Minuten sollte ich dann noch liegen bleiben, in denen ich mich beruhigt habe und mir erstmals über die Folgen für die kommende Nacht und die folgenden Tage Gedanken gemacht habe, was mich fast wieder zum Weinen gebracht hat, da nun alle Pläne kaputt waren. Die erste Hilfe kam dann von dem Indonesier, der meinte, dass er zwar kein großes Haus habe, wir jedoch bei ihm und seiner Familie für diese Nacht bleiben konnten. Wir haben das natürlich dankend angenommen, da wir eh keine Ahnung hatten wie ich mich sonst noch fortbewegen sollte. Julia und ich wieder im Auto, zwei andere Typen auf den Rollern, haben wir uns dann also auf den Weg zu seinem Haus gemacht, als uns irgendwann aufgefallen ist, dass das Verbandszeug noch im Krankenhaus liegt, da der Arzt es dem einen erst verweigert hat mitzunehmen, da ich noch kurz da bleiben sollte. Bei ihm zu Hause angekommen haben wir dann erstmal alle anderen gefragt, ob einer von ihnen das zufällig das mitgenommen hatte, was niemad gemacht hatte und für Julia und den einen Indonesier hieß wieder ins Krankenhaus zu müssen. Ich wurde derweil auf eine Decke draußen auf der Terrasse verfrachtet, wo ich von 3 Indonesiern, der Mama des einen, seiner Frau und seinen zwei Töchtern, die einen von ihnen war erst 1 ½ und unglaublich süß!, umgeben war. Irgendwann kam dann Julia mit all dem Kram wieder, hat sich erstmal einen balinesischen Kaffe gegönnt, während ich ein wenig Reis gegessen habe, damit ich meine Medikamente nehmen konnte. Der Indonesier, dem das Haus gehörte, hat dann noch Besuch von ein paar seiner Brüder bekommen, er hat insgesamt 14!!!, welche dann alle zusammen ein wenig getrunken, gesungen und getrommelt haben. Das war echt schön anzuhören. Nach dem Tag hat uns dann aber auch schnell die Müdigkeit gepackt, wir nochmal schnell, wie schnell es eben geht, wenn man zwei kaputte Beine hat, auf das Plumpsklo gegangen (eindeutig was für Janni xD ), um dann in einen eher weniger tiefen und bequemen Schlaf zu fallen.

Am nächsten Morgen wurden wir schon relativ früh wach, da wir erstens draußen und zweitens in einem Haus mit gefühlt 10.000Menschen drin geschlafen haben, die alle ungefähr ab 5.00Uhr wach waren. Wir haben um 9.00Uhr dann Frühstück bekommen: Reis mit irgendwelchem komischen Fleisch, es sah total hart aus und eher wie Knorpel als alles andere, die weichen Stücken habe ich gegessen, aber sonderlich gut war es nicht, Fleisch eben. Anschließend hat uns der Neffe von dem Typen mit seiner Freundin zu dem nahegelegenen Strand gebracht, wo wir einen kleinen Spaziergang gemacht haben und danach zum Wassertempel gefahren sind. Der Wassertempel war total schön und hatte einen rießen großen grün-bunten Garten. Dort in meiner Krüppelgeschwindigkeit durchgelaufen ging es dann noch zu einem seiner anderen Onkel, wo auch unser Haupttyp derweil eingetroffen war. Wir haben dort ein wenig rumgesessen und ein paar Snacks und Getränke bekommen, bevor wir wieder zurück zum Haus sind. Dort ging es dem Typen plötzlich total schlecht und wir mussten erstmal noch 2 Stunden warten bis wir uns wieder nach Kuta aufmachen konnten. Die Indonesier hatten uns nämlich angeboten uns plus meinen Roller zurück zu fahren, wofür wir ihnen jedoch auch Geld geben sollten. Wir waren aber einfach nur froh, dass wir irgendwie eine Chance hatten alles so schnell nach Kuta zurück zu bekommen. Um 18..00/19.00 Uhr waren wir dann wieder im Warung Coco, haben uns ein Poolzimmer geschnappt, uns entspannt, hingelegt und erstmal Mami von meinem super Unfall erzählt. Dabei habe ich übrigens erfahren, dass ich nichts dafür kann, da mir die Unfähigkeit Roller zu fahren vererbt wurde :P Nachdem Mama sich dann irgendwann von dem Schock erholt hatte, habe ich versucht mich irgendwie zu waschen ohne meine Beine nass zu machen, was sich als wirklich kompliziert dargestellt hat! Als letzte Aufgabe des Tages stand noch das Verbandwechseln an, welches aufgrund der ganzen Suppe, die aus der Wunde kam, echt keine schöne Angelegenheit war. Aber wat muss dat muss ne?!

Zum Glück konnten wir die für den 6.Mai gebuchte Fähre nach Lombok auf den Samstag nach Gili Island umbuchen, was für uns wieder hieß, dass wir früh aufstehen mussten, da um 6.30Uhr der Shuttle-Bus kommen sollte, der dann jedoch erst kurz nach 7.00Uhr da war. Wir sind eine Stunde bis zu einem kleinen Ort kurz vor Amlapura gefahren, Padang Bei, wo wir dann um 9.00Uhr auf die Fähre nach Gili Trawangan gegangen sind, auf der es ziemlich warm war und mit meinen Beinen nicht sonderlich bequem. Dort angekommen haben wir ein wenig gebraucht um unser Hostel zu finden, da es hinten versteckt auf einem Grundstück lag und von einer kleinen Baustelle verdeckt wurde. Endlich angekommen wollten wir dann einchecken, jedoch hatten wir kein Bargeld mehr und man konnte dort nicht mit Karte zahlen, weswegen ich dann zur nächsten ATM losgehumpelt bin...und wie sollte es anders sein...ATM kaputt. Ich also zurück, die schlechte Nachricht überbracht und gefragt, ob wir das auch später bezahlen können. Gnädigerweise haben sie sich darauf eingelassen, uns jedoch dafür kein Handtuch, kein Schloss und kein Wlanpasswort gegeben...und auch die Zeiten des Frühstück haben sie uns verschwiegen. Zum Glück hat man dafür jedoch Zimmergenossen, die auch alle mal wieder brennend an meiner Rollergeschichte interessiert waren, was sich aber zum Schluss als gut heraus gestellt hat, da die eine Engländerin ein Jahr in Thailand gearbeitet hatte, wo sie viele Fahrradunfälle vor sich hatte und die alle mit Cocosöl behandelt wurden, was ich dann auch gekauft und immer fleißig benutzt habe. Die Betten waren dann unser nächstes Ziel, da die Nächte davor ja nicht mit allzu guten Schlaf gefüllt waren. Nach einem kleinen Nickerchen ging es dann also ab auf die Suche nach Essen. Mit totalen Hunger! Eindeutig ein Fehler. Wir schon fast 2 Milchshakes verschlungen bekamen wir endlich das Essen, welches ungeheuer klein war und uns sowohl geschmacklich als auch an Menge enttäuscht hat. Den ersten Nachmittag/Abend haben wir dann noch auf dem Zimmer verbracht, wo ich mit meinem Dicken geskypt habe und „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ gesehen habe. Krank, aber doch ziemlich beeindruckend. Irgendwann hat mich dann nochmal der Bewegungsdrang gepackt und ich bin ein wenig durch die Läden geschlendert und habe mir ein Eis gegönnt: Passionfruit *.* Mein absoluter Traum, ich werde das in Deutschland so vermissen. Danach ging es dann jedoch auch für mich endlich in Richtung Nachtschlaf, wovor jedoch erst einmal wieder das super duper Wechseln des Verbandes anstand, einfach nur nervig...und das schon nach solch kurzer Zeit. Als das jedoch dann auch erfüllt war ging es für mich endlich in einen tiefen langen Schlaf :D 

Am nächsten Tag haben wir also bis 12.00Uhr geschlafen, also wirklich allen Schlaf der letzten Tage und Nächte nachgeholt. Es folgte ein leckeres Frühstück/Mittag, wo die Portion diesmal groß und super lecker waren. Einen Ausblick auf das Meer und die Nachbarinseln hatte man dabei übrigens auch. Und hatte ich schon erzählt, dass es dort aussieht wie im Paradies und es die reinste Qual ist weder in die Sonne noch ins Wasser zu dürfen?! NERVIG!!! Daher spielte sich der Hauptteil des Tages für mich eher im Schatten bzw. im Zimmer ab, was mich aber schon am ersten Tag total genervt hat. Nach dem Essen sind wir wieder zurück ins Hostel, schlafen, die beste Beschäftigung, wenn man läuft wie ein Krüppel und ungefähr einfach nichts machen darf. Gegen Nachmittag konnten wir uns dann aufraffen etwas zu unternehmen. Auf den Gili Islands gibt es keine motorisierten Fahrzeuge, also keine Roller, keine Autos, kein nichts. Der perfekte Ort für mich :D Daher hieß es dann für uns aufgrund meiner Gehbehinderung, normale Leute mieten sich ein Fahrrad, Kutsche fahren, was ich jedoch ziemlich toll fand :D Für das Pferd war es jedoch schwere Arbeit, besonders aufgrund des Wetters. Wir sind also dann eine Weile fast komplett einmal um die Insel gefahren, haben die weniger belebten Plätze gesehen und sind durch rießige Palmenplantagen gefahren, wodurch ich sofort an den Erdkunde LK denken muss, yeay, Schule lässt grüßen. Es war alles total schön anzusehen und ich hätte am liebsten mit Fahrrad noch mehr gesehen, jedoch ging das leider nicht. Nach diesem anspruchsvollen Ausflug habe ich mir mal wieder Hunger Games angesehen, wonach wir dann mit einer aus unserem Zimmer, eine 36 jährige Serbierin, die seit 10 Jahren in China lebt, auf die Rooftop Terrasse gegangen, die mit lauter Matratzen und Kissen gefüllt war und ein unglaublich gemütlicher, toller Ort ist. Dort haben wir eine Weile gesessen, die anderen haben getrunken und gequatscht. Gegen 10.00Uhr hat uns dann wieder der Hunger gepackt, man isst einfach bei der Wärme so wenig bzw. so unregelmäßig und spät, wodurch wir uns auf die Suche nach diesem gemacht haben, aber leider nur enttäuscht wurden. Pringles, die dazu auch noch gefaket waren, mussten unser Verlangen dann stillen. Nach dieser kleinen Enttäuschung ging es dann wieder ab ins Bett, in die Nachtruhe. 

Am Montagmorgen haben wir es dann mal geschafft früher aus dem Bett zu krabbeln und uns noch das Hostelfrühstück zu schnappen, welches an diesem Morgen aus total leckeren Penncakes bestand, die ich nur zu gern verschlungen habe. Danach haben wir uns wieder ein wenig ins Zimmer gechillt, Julia hat sich ein Fahrrad ausgeliehen und ich hab mich auf die Suche nach dem Cocosnussöl gemacht, das ich in den ersten 4 Läden leider nicht auffinden konnte. Der 5. konnte mich dann endlich glücklich machen und das Zeug riecht einfach so lecker :D Seitdem mache ich jedoch teilweise wieder ein paar gelbe Flecken ins Bett über Nacht, naja...man entwickelt sich eben wieder zurück :P Nach diesem erfreulichen Fund habe ich mich dann zum ersten Mal wieder getraut an den Strand und ein wenig in die Sonne zu gehen, wobei ich jedoch penibel darauf geachtet habe, dass meine Wunden auch keinen Sonnenstrahl abbekamen. Dort habe ich dann ein kleines Nickerchen gemacht, bis ich mich aufgerafft habe und bis ans Ende des Strandes auf dieser Seite gelaufen bin. Umso weiter nach hinten ich kam, umso unschöner wurde der Strand bzw. umso mehr war er von schwarzen Sand durchzogen. An sich war es jedoch total schön dort lang zu laufen, besonders da dort nicht mehr so viele Menschen waren und man einfach nur die Landschaft genießen konnte. Auf dem Weg zurück ins Hostel bin ich dann auf Christina getroffen, eine 26 Jährige aus Deutschland. Nachdem ich mich dann entsandet habe, bin ich mit ihr in ein Wikinger Restaurant gegangen, wo wir eine halbe Ewigkeit gebraucht haben uns ein Essen auszusuchen, weil wir die ganze Zeit mit unserem Gelaber von einem Thema zum anderen kamen. Zum Schluss kam es dann zu einem mega leckeren Crispy Chicken Ceasar Salat. Als wir dann irgendwann mit allem fertig waren haben wir dann Julia wieder getroffen, die schon viel länger zurück war als ich dachte, also sind wir dann nochmal mit ihr Essen gegangen und haben uns jeweils noch einen meeeega leckeren Schokocrepes gegönnt haben. Danach rief auch schon wieder das nervige Verbandwechseln und anschließend das um einiges bessere Bett.
Am Dienstag mussten wir uns dann auch schon wieder aus dem Paradies verabschieden. Erst einmal haben wir uns jedoch um 6.00Uhr morgens aus dem Bett gequält, um uns die wunderschöne knallrote aufgehende Sonne anzusehen. Danach gab es dann nochmal ein paar Stunden Schlaf, bevor es wieder auf die Rooftopterrasse ging, um Frühstück, Omelett, zu essen. Um 11.00Uhr sollte dann die Fähre gehen, jedoch war sie natürlich nicht pünktlich, wodurch wir noch genug Zeit für ein Eis hatten. Die Fahrt mit der Fähre ging dann relativ schnell vorbei und schon saßen wir wieder im Bus nach Kuta. Als wir angekommen sind war Lena auch schon vor Ort und wir haben uns mit ihr auf den Weg zum Italiener gemacht, woraufhin die Planung für die nächsten Tage und ein entspannter Abend im Zimmer mit Blog schreiben, duschen und ein Film folgte.

Mittwoch ging dann also um 11.00Uhr mit dem Bus nach Ubud, wo wir uns dann aufgrund der Wärme gleich eine Planungsrunde unter dem Ventilator gegönnt haben. Eigentlich wollten wir in Ubud auch Elefanten reiten, jedoch haben die in unserem Hostel nur eine viel zu teure Tour angeboten, wodurch wir es dann doch gelassen haben. Als Plan für diesen Tag kam dann erstmal ein schönes Mittagessen, Mei Goreng, was jedoch durch eine total eklige „Eisschokolade“ versaut wurde. Sie bestand ungefähr aus 90% Wasser und 10% ekligem Schokopulver, also total ungenießbar. Danach haben wir dann wahrscheinlich das coolste in den zwei Wochen gemacht: den Monkey Forest. An sich ein wunderschöner Wald mit kleinen Brücken und Flüssen am unteren Ende und dazwischen natürlich all die kleinen süßen Viecher, die sich alle gegenseitig entlaust haben und teilweise auf die Menschen los sind, da sie dachten, dass die etwas zu Essen bei hatten. Einige der Affen hatten sogar kleine Babyaffen bei, die ich dann nur noch umso lieber mitnehmen wollte. Einfach ein absoluter Traum für mich die kleinen Dinger. Irgendwann brauch die Dämmerung an und wir haben uns auf dem „Heimweg“ gemacht, wo ich dann noch meinen Blog weiter geschrieben habe und wir vor dem Einschlafen noch Pitch Perfect gesehen haben. Am nächsten Morgen wurde uns dann gegen halb 10 Frühstück aufs Zimmer geliefert, was wir als Stärkung für die anschließende Shoppingtour genutzt haben. Die Stadt an sich ist doch ziemlich groß und es gibt unheimlich viele kleine süße Geschäfte und einen rießen großen Markt, der über drei Etagen verteilt ist. Auf dem haben wir uns dann auch etwas länger aufgehalten, da wir natürlich alle drei Etagen besichtigen mussten und das mit dem Verhandeln ja doch auch immer ein wenig Zeit in Anspruch nimmt. Ich habe dort auch einen super perfekten Jumpsuit für mich gefunden, weiß mit fliederfarbenen Blumen drauf, der aber leider kaputt war und absolut mistig gesessen hat. Dafür habe ich mir dort dann noch eine neue Shorts und ein Shirt geholt, welches beides zusammen nicht mehr als 8Dollar gekostet hat. Nach dem Markt sind wir in eine Bäckerei gegangen, die unendlich viele Leckereien nur aus Schokolade dort hatte. Wir haben uns ein dickes fettes Irgendwas mit Schokoladenstreuseln und Schokofüllung gekauft, was uns für eine ganze Weile gefüllt hat. In der Zeit haben wir uns dann mit vollen Dickbäuchen einen weiteren Tempel angesehen, von dem einige Teile jedoch für Touristen nicht zugänglich waren, es jedoch auch von außerhalb wunderschön aussah. Auf dem Rückweg haben wir dann zufällig erst Lena und dann Caro, die eine aus Shepparton, wieder getroffen und mit denen einen kleinen Plausch gehalten. Etwas vernünftiges mussten wir an dem Tag dennoch essen, woraufhin es wieder Mei Goreng, Chinanudeln mit Chicke, Gemüse und Ei, ähnlich wie zu Hause, dennoch anders, gab. Von der Wärme erschlagen sind wir dann in unsere Betten gefallen und haben uns noch „The Roommate“ angesehen, was ein Film über eine psychisch komplett angeknackste Studentin ist, die alle Freunde ihres Roommates fertig macht und auch sich selber verletzt nur um die Aufmerksamkeit ihres Roommates zu bekommen. Ich war nervlich komplett am Ende. Schlafen ging danach aber trotzdem erstaunlich gut :p 

Freitag wurde ich dann von einem kleinen Klopfen geweckt, welches das Frühstück ankündigen sollte, welches im Bett verspeist wurde. Den Morgen haben wir dann mit packen verbracht, bevor um 12.30Uhr unser Bus zurück nach Kuta ging. Der Busfahrer meinte jedoch so nett zu sein uns nicht etwa bei unserem Hotel rauszulassen, nein, sondern irgendwo weit entfernt davon. Wir mussten also den restlichen Weg zu unserem Hotel laufen, um dann festzustellen, dass es kein Zimmer bzw. nur noch ein Bett für diese Nacht frei war. Wir uns an die Laptops gesetzt und nach einer Alternative gesucht, was aber so kurzfristig komischerweise nicht so einfach war. Wir haben dann ein Hostel ein paar Ecken weiter gefunden, welches jedoch schwerer zu finden war als gedacht. Endlich dort angekommen haben wir einen kleinen Asienschock bekommen, da in einem Zimmer, dass ungefähr so groß ist wie meins zu Hause, 12 Betten untergebracht waren. Das Zimmer war zwar höher als meins, jedoch waren die Betten so nah aneinander gestellt und auch so nah an den Wänden, dass man eigentlich kein Platz mehr zum treten hatte, geschweige denn für Gepäck. Zum Glück hatten wir nur unsere kleinen Rucksäcke bei. Später ging es dann aufgrund meiner Beine auf Arztsuche, welche sich aufgrund von mangelnden Ärzten in der Umgebung doch al schwer herausgestellt hat. Am ersten Ort, der uns genannt wurde war kein Arzt aufzufinden und der zweite, eine BMIC Klinik, war auf eigen Faust nicht aufzufinden, weswegen wir einige Menschen nach dem Weg fragen mussten und zum Schluss dann eher durch Glück endlich am Ziel ankamen. Das Krankenhaus sah total gut aus und man hat sich dort echt wohl gefühlt, aber ich wollte ja nur meine kleine Wunde checken lassen, weswegen ich weder noch 10 Patienten abwarten noch 650.000 Rupiah im Voraus zahlen wollte. Wir also wieder los zum ersten Ort, wo die Ärztin mittlerweile anwesend war. Sie konnte zwar nicht wirklich gut englisch, hat alles mit einem Übersetzer übersetzt, aber sie schien doch ein wenig Ahnung zu haben, hat mein Verband wieder gewechselt und mir ein weiteres Badeverbot ausgesprochen -.- Mittlerweile war es schon relativ spät und als KFC dann auf der Bildfläche auftauchte, haben wir uns jeder noch einen kleinen Wrap gegönnt, bevor es zurück in das super Hostel ging, um zu schlafen. 

Samstag habe ich relativ lange geschlafen, das Zimmer hatte auch keine Fenster, wodurch man auch absolut keine Peilung hatte wie spät es nun war. Meine erste Aufgabe an diesem Tag galt mal wieder meinen Beinen. Zum ersten Mal nach Tagen jedoch nicht meinen Wunden, sondern meinen wunderschön sprießenden Haaren, die seit neun langen Tagen nicht rasiert wurden. Ich hatte zwar eine Entschuldigung, aber sonderlich schön sah das trotzdem nicht aus! Ich also in die dunkle Dusche und versucht ohne den Schorf zu berühren meine Beine wieder in den Griff zu bekommen, was mir auch gut gelungen ist :P Julia hat sich an dem Tag für zwei Tage wieder einen Roller gemietet, also habe ich mich allein auf den Weg ins Warung Coco gemacht. Dort habe ich dann meinen Blog weiter geschrieben, bis ich um 14Uhr einchecken konnte. Natürlich hatte ich wieder das Zimmer ganz hinten bekommen, das ich noch für ein paar Stunden mit einer Niederländerin teilen musste. Mein Weg führte mich relativ schnell wieder an den Pool, wo ich mich nach Tagen ohne Sonne endlich mal wieder gesonnt habe. So ein Genuss. Meine Gedanken waren jedoch dem nächsten Tag gewidmet, an dem ich einen Fahrer gemietet hatte, der mich zu einigen Orten bringen sollte und mit dem ich jedoch nicht allein mit wollte. Ich wusste zwar auch, dass andere das auch schon allein gemacht hatten, aber ganz G´geheuer war mir das nicht. Plötzlich lief Maike mit ihrer Freundin Nathalie wieder an mir vorbei, die grade von ihrem Trip wieder kamen und sich dann zu mir gesellten. Die beiden hatten die Orte, wo ich hin wollte jedoch auch schon gesehen. Nach einer ordentlichen Runde schwitzen und grübeln ging es dann für mich endlich unter die Dusche. Nach 9 Tagen wieder eine normale Dusche. Ein absoluter Traum! Die Tage davor habe ich mich ja nur gewaschen wie ein Krüppel und nun endlich wieder normal, mit dem kaputten Bein auf dem Klodeckel :P , unter einer Dusche zu stehen war so ein schönes Gefühl, unglaublich :P Nach diesem Ereignis wurde der Abend dann noch mit einer Pizza getoppt. Zurück im Hotel habe ich dann gemerkt, dass ich wieder vergessen hatte Klopapier von der Rezeption zu holen, ich jedoch keine Lust hatte nochmal vor zu laufen aber auch auf Klo musste. Ich also rüber zum anderen Zimmer, geklopft und nach Klopapier gefragt :D Ich bin dann noch ein wenig mit ihr, Mila, Französin, ins Gespräch gekommen und habe sie gefragt, ob sie nicht Lust hat mit mir am nächsten Tag über die Insel zu fahren. Sie war grade erst angekommen und hatte noch gar keine Pläne, weswegen sie mein Angebot gleich angenommen hat und sogar meinte, dass sie noch zwei andere deutsche Mädels kennt, die vielleicht mitkommen wollen. Wir haben uns dann für den nächsten Morgen zum Frühstück verabredet und ich bin wieder rüber in mein Zimmer, habe mir noch einen schönen Mädelsfilm angesehen und habe versucht zu schlafen, was aber in dieser Nacht nicht allzu gut geklappt hat. Sonntag morgen klingelte um 8.30Uhr mein Wecker. Frühstücken war angesagt. Erst war ich noch mit Mila allein, bis sich noch ein Typ und die anderen beiden deutschen Mädels zu uns gesellten. Nachdem wir alles verspeist hatten habe ich mich wieder in die Sonne gelegt und danach wieder eine schön kalte Dusche genossen, da ich da den wunderschönen, vor mir schimmernden Pool immer noch nicht nutzen durfte. Um 12.00Uhr war der Fahrer dann da und die beiden Mädels, Barbara und Leni, hatten sich dazu entschieden uns zu begleiten. Unser erste Stop sollte der Git Git Wasserfall sein, zu dem jedoch erst einmal eine 2 ½ stündige Fahrt zurück gelegt werden musste. Auf dieser haben wir dann Halt bei einem Coffee- & Teatasing gemacht, wo ich sogar mal Kaffee, Cocos- und Vanillekaffe, probiert habe und mich unsterblich in drei Sorten Tee verliebt habe. Nachdem wir uns dann irgendwann von den Leckereien lösen konnten sind wir wieder zurück zum Auto, wobei uns ein kleiner Hase über den Weg gelaufen ist. Der Weg zu dem Wasserfall wurde also fortgeführt, wobei wir nochmal bei einem Aussichtspunkt angehalten haben, um die Sicht über das halbe Dorf zu genießen. Mittlerweile hatte es auch angefangen zu regnen, was uns alle ein wenig schläfrig machte. Irgendwann in dem Ort mit dem Wasserfall angekommen, ließ der Fahrer uns raus und meinte, dass es eine Stunde dauerte den Weg hin und her zu laufen, was uns alle ein wenig schockiert und unmotiviert hat. Doch schon am Anfang des Weges stand ein Schild mit „Git Git Falls in 400m“, was uns doch erleichtert hat. Den kleinen Weg, der an vielen Ständen und einem großen Feld vorbei führte, legten wir also doch recht schnell zurück. Der Wasserfall sah, wie Wasserfälle es nun mal an sich haben, wunderschön aus. Ein von dickem, leuchtendem Grün umgeben und in einem kleinen steinigen Fluss endenden kleines Stück Paradies. Als wir dann den Anblick in uns aufgezogen hatten und ihn auch auf genug Fotos festgehalten hatten, ging es noch auf eine kleine Brücke, von dem aus man den Wasserfall mit dem anschließenden Fluss gut betrachten konnte. Dort standen wir dann eine kleine Weile, bis es wieder zurück ins Auto ging. Der Weg dorthin war zwar kein langer, aufgrund der Wärme und der Feuchtigkeit jedoch trotzdem unheimlich anstrengend. Unser nächstes Ziel sollte Tanah Lot sein, mit oder sogar der größte Tempel der Insel. Bis dorthin mussten wir auch wieder eine längere Strecke zurück legen, auf der es mittlerweile leider schon dunkel wurde. Wir also ziemlich spät dort angekommen, sagte und einer der Indonesier, dass wir den Tempel nun nicht mehr besichtigen können, was uns allen ein wenig die Stimmung genommen hat. Wir haben dann noch versucht ihn von einigen Punkten aus wenigstens von außen zu sehen, aber keine Chance. Ein wenig geknickt ging es dann wieder zurück nach Kuta, worauf auf den Frust ein Essen bei Warung Mamma folgte. Wir hatten ja den ganzen Tag nichts vernünftiges gegessen, ich mich aber leider davor mit mehr Chips folgestopft als die anderen, wodurch es für mich nur ein kleiner leckerer Erdbeermilchshake wurde. Fertig von dem Tag ging es dann auch schon wieder ins schön klimatisierte Zimmer und ab ins Bett. PUSTEKUCHEN! Es war mal wieder die schönste aller Aufgaben angesagt: packen -.- Ich war mal wieder unmotiviert wie sonst was, wodurch sich die ganze Aktion ganz schön in die länge gezogen hat und ich nicht allzu früh ins Bett kam. Montag war nämlich unserer letzter Tag auf Bali, der mit einem schönen Regenguss begonnen wurde. Nass werdend ging es ab zum Frühstück, ein letzter Mal vor Ort. Während wir dort mit Nathalie und Maike saßen hat sich der Himmel schon wieder aufgelockert, was uns jedoch nicht davon abgehalten hat nochmal ins Zimmer zu gehen und zu schlafen. Um 12.00Uhr mussten wir dann wieder auschecken. Wir haben unser Gepäck bei den anderen unter gebracht und ich habe mich zu Barbara, die aufgrund von einer Sonnenallergie nicht allzu viel in die Sonne wollte, auf die Terrasse gesetzt und die meiste Zeit mit belanglosen Gesprächen verbracht. Irgendwann hat Leni, ein unglaublich schlanker Nimmer-satt, Hunger angemeldet. Zum Glück hatten wir am Tag davor herausgefunden, dass McDonalds auf Bali einen Lieferservie hat, eine der wenigen Sachen die Deutschland sich von Asien abgucken sollte :P Julia und ich haben jedoch jeder nur einen kleinen Snack-Wrap gegessen, da wir später noch Essen gehen wollten. Nachdem die Sonne dann ein wenig abgeschwächt war habe ich mich auch noch für eine Stunde in die Sonne gelegt, wonach es unter die Dusche und ab in Richtung Skygarden, einer der bekanntesten Clubs in Kuta, ging. Den Weg dorthin haben wir aufgrund von Dunkelheit und Unwissenheit erst nach einiegm Straucheln und Fragen gefunden. Die Location an sich ist total gut und zum feiern ist es dort bestimmt auch super, jedoch waren wir nur für das All-you-can-eat Buffet da :D Es gab Salat, Pizza, Nudeln, Burger, Fleisch, Spieße, Früchte, kleine Kuchen und alles was das Herz sonst noch so begehrt. Wir waren schon nach dem ersten Teller ziemlich voll, aber ich konnte die Finger sowohl von Schokokuchenhappen und Wassermelone nicht lassen. Wir saßen also am Rand der Rooftopterrasse, haben die Aussicht genossen und uns immer weiter voll gestopft :P Einmal haben wir uns unterhalten, mein Teller stand genau vor mir und plötzlich war er einfach weg. Keine Ahnung wie der Kellner das gemacht hat. Zauberei! Wir waren echt erstaunt und haben uns unendlich lang daran aufgegeilt wie er das gemacht haben muss :P Irgendwann hatten wir jedoch wirklich genug und wir haben unsere schwangeren Bäuche in Richtung Ausgang getragen. Mit vollem Bauch ging es dann noch einmal in den einen Shop rein, wo ich mir noch, für noch weniger Geld als normal, zwei einfache Kleider gekauft habe. Vollbepackt und vollgestopft ging es dann zurück ins Warung Coco, wo wir bei Barbara und Leni unsere Last erst einmal auf den Betten ausleben mussten. Die beiden fanden das ziemlich amüsant, uns ging es aber zwischendurch echt nicht sonderlich gut, was sich nach einiger Zeit jedoch auch wieder gelegt hat. Wir haben also noch ein wenig mit den beiden in ihrem Zimmer gechillt, bis unser Taxi da war und es für uns Zeit war zu gehen. 

Die 10 Minuten zum Flughafen vergingen wie im Flug, höhö. Nach einer kleinen Umpackaktion ging es dann zum Check-In, wo der Typ schon bevor wir in die Area rein durften Tickets von uns haben wollte. Wir waren total verwirrt, haben ihn komisch angeguckt und wurden irgendwann durch gelassen als sich herausstellte, dass unser Ziel Darwin war. Die nächste Aufgabe war dann also das Gepäck los zu werden und einzuchecken, was alles reibungslos ablief. Danach haben sich unsere Blasen gemeldet, wodurch wir nach einander das wahrscheinlich geilste Klo besucht haben, auf dem ich je war. Die Kabinen waren extrem groß, es war alles hell und schön, es war unglaublich sauber und einfach nur ein Ort zum wohl fühlen. Es interessiert euch wahrscheinich herzlich wenig, aber ich war einfach so angetan und fasziniert von diesen Toiletten. Auch der Bereich vor den Kabinen war total groß und schön gemacht, wodurch ich noch länger gebraucht habe als sonst :P Als nächstes stand die Pass- und Visakontrolle an, die nach zwei Sekunden jedoch auch erledigt war. Unser Gate wurde bis zum Boarding nicht angezeigt, weswegen wir relativ am Eingang bei einer Tafel gesessen haben und uns irgendwie die Zeit vertrieben haben. Um 00.30Uhr meinten sie dann doch mal so gnädig sein zu dürfen und uns mitzuteilen, dass wir von Gate 6 aus fliegen würden. Wir also auf den Weg dort hin gemacht, dort auf den Boden gehockt und gewartet bis alle Menschen durch sind. Dadurch mussten wir dann auch nicht länger warten, sondern konnten nach wirklich 2Sekunden sitzen, dummen Säcke -.- :P, ins Flugzeug rein. Der Flug war wieder spärlich besucht, wodurch wir uns jeder auf einer ganzen Reihe breit machen konnten. Das haben wir genutzt um zu schlafen, der jedoch durch die Eiseskälte, die in dem Flugzeug herrschte, immer wieder unterbrochen wurde. Nach 2 ½ Stunden Flug + 1 ½ Stunden Zeitverschiebung sind wir dann um 5Uhr morgens Ortszeit in Darwin gelandet. Und ich war froh endlich wieder in meinem geliebten Land zu sein. Ich weiß nicht, ob es teilweise auch an dem Unfall lag, der mir den Aufenthalt doch ein wenig versaut hat oder auch an Asien allgemein, aber irgendwie kann ich nicht ganz so großes gefallen an Asien finden. Es ist alles so hektisch und dreckig, wenn du ein Problem hast kannst du mit niemanden wirklich reden, da nur die wenigstens englisch können bzw. mehr verstehen als „Cheap price, good price“ und die meisten Strände sind total dreckig und einem schwimmt der Müll um die Füße, wenn man darin ist. Das Land an sich ist total schön mit all seinen Tempeln, kleinen Körben voller Blumen und Gaben vor all den Geschäften, mit meinen geliebten Frangipanis und all den Palmen, mit den Wasserfällen, Vulkanen und rießigen Reisfeldern. Es ist an sich schön ja und an den richtigen Orten und mit der richtigen Stimmung und Einstellung kann man es bestimmt auch super genießen, aber ich habe mich irgendwie nicht richtig darauf einlassen können. Vielleicht ist mein Herz einfach zu sehr Australien belastet :p Ich hab mir irgendwie mehr von Asien erhofft bzw. es mir anders vorgestellt, so wie Gili Island eben, wie ein Paradies. Ich mein was denkt man sonst von Bali?! Aber naja eine Erfahrung war es wert und ich bin trotzdem froh, dass wir dort hin sind, dann weiß ich wenigstens jetzt, dass ich meine Flitterwochen auf Gili Air machen werde :D Und vielleicht sollte ich einfach irgendwann nochmal hin, ohne Verletzung und besser geplant, dann wird das bestimmt auch was. Aber bis dahin genieße ich jetzt erstmal noch meine letzten Tage in Australien. Ich bekomm jetzt schon Muffensausen, wenn ich daran denke, dass es bald nach Hause geht. Aber wenn die Heimat ruft und auch noch Berlin heißt, sagt man doch nur ungern nein. 


PS: Tut mir leid, dass dieser Blog nicht mit wunderschönen Fotos gefüllt ist, aber der momentan eher beschränkte Internetzugriff ließ nur diese Form zu. Wenn ich zu Hause bin zeig ich euch dann auch die restlichen :) 

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