Donnerstag, 22. Mai 2014

Hakuna Matata

Darwin. Über diese kleine feine Stadt im Norden von Australien gibt es doch sehr unterschiedliche Meinungen. Die meisten sind jedoch eher negativ und meinen, dass Darwin langweilig ist, man dort nicht viel machen kann und es auch nicht sonderlich schön ist. Ich muss sagen, dass es als Abschluss nicht hätte perfekter sein können. 

Es war ein seltsames Gefühl in Darwin anzukommen. Mit dem Bewusstsein, dass die Reise bald vorbei ist und somit der ganze Australienaufenthalt in einer Stadt anzukommen und die noch zu genießen ohne dabei an das Ende bzw. an zu Hause zu denken ist manchmal gar nicht so einfach. Wir sind also am Dienstag den 13. in Darwin gelandet und haben uns gegen 6 Uhr mit einem Taxi in Richtung Couchsurferwohnung gemacht. Wir wussten, dass der Typ auf jeden Fall immer ab 7 Uhr wach ist, also wir erstmal noch ein wenig warten müssen bis wir seine Wohnung stürmen können. Als wir nach einer Weile die Nase voll hatten vom auf der Straße hocken sind wir hoch zu seiner Wohnung und hatten Glück, dass die andere Couchsurferin, Sarah, schon wach war und uns rein gelassen hat. Ein paar Minuten später ist dann auch Greg aufgestanden, wir haben ein wenig geplauscht, er hat sich fertig gemacht und wir sind nach dieser wundervollen Nacht gleich wieder ins Bett gefallen. Wir hatten ein eigenes Zimmer mit Doppelbett und Ventilator, schon nett :D Unser Schönheitsschlaf ging dann ein paar Stunden bis uns der Hunger langsam aus dem Bett gejagt hat und wir uns in die Stadt begeben haben, um uns etwas zum „Frühstück“ zu kaufen. Endlich wieder in Genuss einer Naschi gekommen! Danach haben wir ein wenig die Stadt erkundet, die doch eher klein und gemütlich ist und man sich nicht allzu sehr verlaufen kann. Es gibt ein paar Parallelstraßen in den es Geschäfte, Reisebüros, Shops, Banken und all den Kram gibt und worum sonst nicht sonderlich viel liegt. Nachdem Julia ein paar Souvenirshops nach den letzten Mitbringseln durchstöbert hatte und ich ungefähr alle Läden für Papa hätte leer kaufen können, einfach alle Sachen waren irgendwie mit Krokodilen oder Eidechsen verziert oder waren einfach nur kleine dumme Spielzeuge :D , haben wir uns ein wenig mehr an die Stadterkundung gemacht. Unser erstes Ziel war das Government House, wobei man natürlich an ein großes prächtiges Haus denkt. Aber was steht vor uns?! Ein kleines süßes Haus, was man eher als Ferienhaus gesehen hatte. Wir wären sofort eingezogen so niedlich war das. Ein paar Meter von dem Government House entfernt liegt die Waterfront, wo wir uns als nächstes hinbegeben haben. Eine Hafenecke mit unzählig vielen Wohnungen und Restraurants und in der Mitte mal wieder eine wunderschöne Lagune, an die wir uns dann für eine Weile gesetzt haben und die Aussicht genossen haben. Irgendwann hat sich dann wieder der liebe Herr Hunger gemeldet und wir haben einen Abstecher zu McDonalds gemacht, um uns auch bei unseren Lieben zu Hause zu melden. Nachdem das erledigt war gign es wieder zurück in die Wohnung, wo Greg vor dem Fernseher saß und wir uns zu Sarah draußen auf den Balkon gesetzt haben, von dem man einen wunderschönen Blick auf die leuchtende Stadt hatte, und einen kleinen Plausch mit ihr hatten. Sie ist mittlerweile schon seit drei Jahren am reisen, einen Großteil davon war sie davon in Europa und zu Hause war sie zwischendurch auch, aber das was sie erzählt hat hat sich alles so gut angehört. Ich bin echt neidisch. Wenig später ging es dann auch schon wieder ins Bett.

Am nächsten Morgen sind wir auch nicht allzu spät aufgestanden, da Shoppen auf dem Plan stand :D Nach einem kräftigenden Zimt-und-Zucker-Haferflocken-Frühstück ging es mit dem Bus zum Shoppingcenter Casuarina. Erst schien es so, als wäre es ein kleines Dorfcenter mit ungefähr 3 Shops, aber es hat sich doch rausgestellt, dass es uns mit seinen unheimlich viele Shops sehr glücklich machen konnte :D Wir dort also bis zum Zapfenstreich, der komischerweise schon um 17.30Uhr war, unser Unwesen getrieben. Anschließend hieß es dann mit dem Bus zurück in die Wohnung, ein wenig gammeln und dann mit Greg New Years Eve sehen. Ich fand den Film so super und irgendwie total traurig und lustig zugleich. Der Film diente dann also als Gute Nacht Geschichte und es hieß ab ins Bett.

Donnerstag haben wir ausgeschlafen und einen eher organisatorischen Tag gemacht. Eklig. Als erstes standen unsere Berge von Wäsche an, die wir aber zum Glück in nur zwei Maschinen unterbringen konnten. Als das dann erledigt war ging es wieder ab in die City, um unsere Bankaccounts schließen zu lassen und uns um die Steuern zu kümmern. In ein paar Souvenirshops wurde ich dann auch wieder gezerrt, da Julia doch erst echt spät mit all den Einkäufen angefangen hat. Am Abend haben wir uns an den Mindil Beach begeben, um uns den wunderschönen Sonnenuntergang über dem Meer ein letztes Mal anzugucken * Schluchzt* Nebenan und unser eigentliches Ziel war jedoch der Mindil Beach Markt. Es gab unzählige Stände mit Essen, herzhaft und süß, mit Schmuck, Kleidung, Aboriginiekunst und allem möglichen anderen Zeug. Wir haben uns einen super leckeren Früchteshake gegönnt und sind damit gemütlich über den Markt geschlendert. Nachdem wir alle Ecken erkundigt hatten haben wir uns wieder auf den nach Hause Weg gemacht, was im Dunkeln und mit Wegänderungen gar nicht so einfach war. Irgendwann haben wir es dann aber geschafft und sind nach dem Packen unserer Taschen für die nächsten Tage auch schon wieder ab ins Bett.

Freitag morgen um 6.40Uhr ging dann also unsere drei Tage Outback Tour los. Mit einem 21 Mann Bus ging es in Richtung Lichtfield Nationalpark. So genau kann ich mich aber nicht mehr an den genauen Ablauf erinnern, also kann es sein, dass ich jetzt ein wenig was durcheinander bringe :D Am ersten Tag haben wir meiner Meinung nach nicht sonderlich viel gemacht, wir mussten ja auch erst einmal eine längere Strecke mit dem Bus zurück legen, um überhaupt irgendwo anzukommen. Im Nationalpark haben wir uns dann gefühlte 10.000 Wasserfälle angeguckt, was ich an sich super fand, aber deprimiert hat es mich auch, da es extrem heiß war und ich immer noch nicht in Wasser durfte. Ja sowas macht Freude. Dazu dann noch, warum auch immer, Magenkrämpfe und der Tag ist ein einziges Hightlight. Versucht zu genießen habe ich das aber trotzdem alles. In unser Camp sind wir an dem Tag aber auch nicht allzu spät. Wir mussten nicht in normalen Zelten sondern kleinen Zelthütten schlafen, die in der ersten Nacht sogar eine Lampe und einen Ventilator hatten. Luxus pur. Den Abend haben wir mit quatschen, essen und Spielen verbracht, wo ich noch zwei andere Berliner kennen gelernt habe, ein Pärchen, und er hat sogar mal in Rudow Handball gespielt. An dem Abend haben wir das Spiel Killa gespielt, wo die Spieler alle eine Nummer und drei Leben bekommen haben und dann jeder immer auf ein Dartfeld geworfen hat, wurde die Nummer getroffen hat der Spieler ein Leben verloren und war er „tot“, hat also alle verloren, musste er irgendeine Aufgabe erfüllen. Ich glaube das ekligste war Vegemite essen oder irgendeine eklige Chicken-Sauce runterzwingen. Gekotzt hat aber zum Glück keiner. Um 22Uhr waren dann auch schon alle im Bett, da unser Guide Andy, eine kleinere quirligere Version von Asterix, uns eröffnet hatte, dass der nächste Tag schon um 5.30 Uhr beginnen sollte.

Daran zu denken uns am nächsten Tag zu wecken hat er aber trotzdem nicht, wodurch wir irgendwann selber aus dem Bett gekrochen sind und uns zum Frühstück begeben haben. An diesem Tag stand neben Spaß eher Kultur auf dem Plan. Am morgen haben wir zuerst eine zwei stündige Schipperfahrt über einen Fluss gemacht, wo uns einige kleine süße Süßwasserkrokodile gezeigt wurden :D Riesige Blumen gab es neben unzähligen Vögeln auch noch zu bewundern. Nach dieser Station gab es wieder eine km zurück zu legen, nach denen ein doch etwas längerer und besonders aufgrund des Wetters anstrengender Lauf kam. Andy hat uns all die Malereien der Aboriginies, die überall an den Steinwänden zu finden waren, erklärt und uns paar Geschichten zu den jeweiligen Themen erzählt. Danach ging es auf einen kleinen Berg hoch von dem die Aussicht einfach nur unglaublich war! Der Italiener auf unsere Tour und ich wollten dort sofort wieder einen Skydive machen, da die Aussicht einfach nur atemberaubend gewesen wäre. Auf der einen Seite hatte man die restlichen Teile des Berges vor den Augen, links daneben folgte ein mini Feuer, aber ein kontrolliertes, also keine Sorge, daneben riesige Wiesen und ein wunderschöner See. Es folgten weitere Wiesen, die in ihrem Grün gestrahlt haben und irgendwann wieder in eine zerbochene Felslandschaft übergegangen sind. Dazu ein Babyblauer Himmel mit Zuckerwattewolken und man war einfach nur sprachlos. So etwas unglaublich friedliches und natürlich schönes sieht man wirklich nur selten. Wir wollten da kaum noch weg. Aber irgendwann hat Andy uns in den Popo getreten und es ging ab ins Camp, zum Planschen für die meisten, für mich zum Nickerchen :P Danach gab es zum Abendessen einen BBQ. An dem Abend meinten dann unsere 5 Dänen einen deutschen Abend veranstalten zu wollen und haben uns dann oft in Deutsch voll gelabert, was sich einfach nur unendlich niedlich angehört hat. Dabei haben wir uns dann auch ein wenig Dänisch beigebracht Jeg elkser dig heißt ich liebe dich und Jeg a sulten heißt ich habe Hunger, keine Ahnung ob es richtig geschrieben ist, aber egal :P Der eine, Razel Dazel, konnte sogar ganz schön gut deutsch sprechen, da er vier Monate in Österreich gelebt hatte. Irgendwann haben wir aber wieder auf Englisch umgeschaltet, damit uns wirklich alle verstehen konnten. Der Abend ging dann mit ein paar netten Gesprächen in die Länge und nach einem mega Mückenanfall zu Ende.

Die Folgen des Anfalls waren am nächsten Morgen mit rießigen roten Flecken und kratzenden Menschen überall wieder zu erkennen. Im Bus haben sich die dummen Viecher auch wieder auf uns gestürzt und Lucas hat einen hübschen Blutfleck auf mein Shirt geklatscht, als er die eine Mücke getötet hat. An dem Tag ging es nochmal ans Schwitzen. Wir sind 40 Minuten zu einem kleinen Wasserfall mit einem wunderschönen klaren natürlichen Pool gelaufen, der inmitten eines kleinen Waldes lag und somit eine total gemütliche Atmosphäre hatte. Dort haben wir eine ganze Weile verbracht und uns zwischendurch mit Cookies und Creckern vollgestopft. Gestärkt ging es dann wieder 40 Minuten in praller Sonne zurück, was natürlich ohne sich abkühlen zu können nicht so geil ist. Pipi machen konnte man da auch nur in den Büschen, was mir bei all den gefährlichen Tieren im Norden doch ein wenig unheimlich war, aber ich lebe noch :D Anschließend haben wir den Bus durch einen huckligen Weg gejagt, der uns zu einer kleinen versteckten Badeecke gebracht hat, wo es unzählig viele Spinnen gab, die rießige Netze vor den Wasserfall gespannt haben. Dort ein wenig ausgeruht ging es auch schon wieder zum Mittagessen, Wraps :D Und danach folgte leider auch nur noch der Weg zurück nach Darwin auf dem ein DJ Battle statt fand und lauthals Hakuna Matata gesungen wurde. Nach ein wenig frisch machen und Internet suchten ging es dann auch schon wieder in die Stadt, um die anderen in einer Bar zu treffen. Dort haben wir gegessen, getrunken, nett zusammen gesessen und dank Andy mal wieder ein paar Spiele gespielt. Das eine muss ich unbedingt mit euch machen, wenn ich das hinbekomme. Das war so verwirrend aber zum Schluss bei der Aufklärung dann doch gut witzig :D Irgendwann haben wir uns alle voneinander verabschiedet und jeder ist seinen Weg gegangen.

Der letzte wirkliche Tag in Australien fing für mich relativ früh an und hieß ab unter die Dusche, frühstücken und Julia hoch scheuchen, um uns noch ein paar Sachen in Darwin anzusehen. Das erste was wir uns angesehen haben war der East Point am Fannie Bay, einfach ein kleiner schöner ruhiger Ort am Strand. Dort gab es für uns dann einen Mangroven Boardwalk, wo wir uns die ganze Zeit wegen all der Tiere verrückt gemacht haben, da ungefähr alle 2m ein neues Schild mit „Vorsicht …..“ stand. Überlebt haben wir es jedoch. Danach haben wir uns auf den Weg zum Gefängnis gemacht, wo wir noch Andy und Paolo getroffen haben uns Andy uns gleich wieder mitnehmen wollte und uns rumführen wollte. Da die beiden jedoch mit Fahrrad unterwegs waren ging das relativ schlecht. Vor dem Gefängnis mussten wir dann leider fest stellen, dass es vor 5 Minuten zu gemacht hat -.- In meinem Reiseführer stand dummerweise etwas anderes. Also hieß es dann zum Museum und zur National Gallery, wo unter anderem auch viel über den Zyklon Tracy von 1974 steht. Ich hatte vorher nicht wirklich was davon mitbekommen, nur immer mal wieder davon gehört. Dann alles darüber zu lesen, Bilder zu sehen und sogar Tonaufnahmen in Originallautstärke zu hören war dann umso erschreckender. Es war die schlimmste Naturkatastrophe, die Australien je zugestoßen ist und hat ungefähr alles von Darwin und Umgebung einfach so weggefegt. Erschreckend! Als unsere Touritour dann zu Ende war ging es in der Wohnung an unsere Lieblingsaufgabe: packen. Ich musste meinen ganzen Rucksack aus- und wieder einräumen und trotzdem hat nicht alles reingepasst. Naja acht Monate lassen sich eben doch nicht so schnell verstauen :P Irgendwann war es dann aber geschafft und wir haben die letzten Stunden vor dem Abflug noch mit einem Film, Essen und in der Gesellschaft von Sarah und Greg verbracht. Um 23 Uhr stand dann unser Taxi vor der Tür und es ging mal wieder ab zum Flughafen, der uns mittlerweile doch schon sehr bekannt war. Dort nochmal zwei Stunden überstanden ging es um 1.15Uhr nach Brisbane, wo ich jetzt sitzte und versuche die Zeit zu überbrücken bis es heute Abend nach Dubai geht. Bis jetzt konnte ich hier jedoch auch nur einen Film gucken und ein wenig den Flughafen erkunden. Laufen wäre vielleicht vor dem langen Flug noch gut, aber an sich kann man hier irgendwie nicht weg bzw. nur auf dem Parkplatz rumlaufen. Also muss ich mir noch irgendwas einfallen lassen... Ich weiß zwar, dass es in 5 Tagen nach Hause geht und wir heute schon Australien verlassen, aber irgendwie kommt das Gefühl nicht bei mit an. Vielleicht nachher im Flugzeug. Es ist einfach krass, acht Monate in denen so viel passiert ist, ich mich verändert hab und doch irgendwie die gleiche geblieben bin, sind jetzt einfach vorbei. Acht Monate träumen und das leben was man liebt. Irgendwie geht das echt nicht in meinen Kopf rein. Ich denke einfach wir fliegen heute Abend einfach wieder zu unserem nächsten Ziel und nicht in Richtung nach Hause. Doch leider ist das nicht so und ich hab euch alle in ein paar Tagen schon wieder am Hals :p Es ist ein seltsames Gefühl wieder sagen zu können „Wir sehen uns Samstag“. Es waren so viele Tage und Wochen hier und nun sind es nur noch Stunden. So ein Erlebnis könnte eigentlich nicht lang genug sein. Aber dann wäre es wahrscheinlich auch nichts besonderes mehr. Also bin ich einfach froh darüber, dass ich es gemacht habe, dass ich mich getraut habe und mein Traum gelebt habe. Irgendwann hat eben alles ein Ende. Traurig aber hey...es gibt auch was positives an der ganzen Sache, ab Samstag hab ich wieder vernünftiges Essen vor mir xD Also nun, ich werde mich jetzt mal ein wenig bewegen und verabschieden, wenn das denn geht. Wir sehen uns Samstag Dickies, ich freu mich auf euch!


Bildet gibt es aufgrund von mistigem Internet mal wieder nicht, aber bin ja bald da um sie euch zu zeigen.




PS: Der Flughafen von Brisbane ist komplett für n Arsch. Wir können uns absolut nicht leiden. Erst muss man für einen Gepäckwagen 4Dollar zahlen und dann um zum internationalen Teil des Flughafens zu kommen auch nochmal 5. Dann hat man nur drei Stunden Wlan, was nicht mal richtig funktioniert. Arschkalt ist es auch und vernünftiges Essen gibt es auch nicht. Ich liebe ihn.  

Donnerstag, 15. Mai 2014

Und Berlin ist wie New York, ein meilenweit entfernter Ort.

So, nun sind wir auf Bali, aber auch schon wieder seit über 10Tagen, den Blog zu schreiben ist hier nicht so einfach, ist eben viel zu warm, um den Kopf anzustrengen und einen vernünftigen Text hervor zu bringen, also wundert euch nicht, wenn dieser ein wenig daneben wird :D

Dienstag, unser erster offizieller Tag auf Bali, wurde erst ziemlich spät begonnen, da ja die Nächte davor nicht allzu lang waren, sind wir also erst gegen 12 Uhr aus den Betten gekrochen. Draußen war es jedoch jetzt schon viel zu warm, was uns nicht grad motiviert hat, das klimatisierte Zimmer zu verlassen. Irgendwann haben wir es dann jedoch geschafft und mussten uns erstmal einen Weg in Richtung Stadt bzw. Hauptstraße erfragen, da unsere Mägen sich langsam aber sicher ankündigten. Und was machen zwei deutsche Menschen im Urlaub?! Gehen in ein deutsches Restraurant: „Mamma“. Es lag zwar vielleicht auch daran, dass es das erste war, was man auf der Hauptstraße gefunden hat, vielleicht aber auch daran, dass wir total Hunger hatten und einfach sicher gehen wollten, dass das Essen lecker ist :D Die Entscheidung des Essens viel auch dementsprechend schwer. Zum Schluss gab es dann für beide einen Milchshake, für Julia Käsespätzle und für mich einen Chickensalat und Pasta. Es hat uns beide bis oben hin voll gemacht, war jedoch auch super lecker. Nachdem wir es dann irgendwann geschafft hatten mit unseren dicken Bäuchen aufzuraffen, haben wir uns in den Kampf mit den aufdringlichen Verkäufern gemacht. Es gibt hier unglaublich viele Läden und ungefähr nochmal doppelt so viele Menschen, die einem irgendetwas andrehen wollen. Handeln ist hier das Beste was man machen kann, was jedoch nicht immer so glimpflich abläuft und man dann doch ohne Ware aus dem Laden geht. Ganz dumm haben wir uns dann jedoch nicht angestellt, da jeder dann mit einigen Tüten voller neuer Dinge nach Hause kam. Für mich gab es zwei neue Kleider und Shorts, total dünn und bequem. Normale Klamotten kannst du hier aufgrund des Wetter eigentlich auch gar nicht anziehen. Aber bevor jetzt wieder gesagt wird ich geb zu viel Geld beim Shoppen aus...ein Kleid und ich glaub auch die Hosen haben jeweile 50.000Rupiah gekostet, was ein bisschen weniger als 5 australische Dollar und somit noch weniger in Euro ist. Also habe ich an sich nicht viel Geld ausgegeben :D Nach diesem äußerst anspruchsvollen Tag haben wir uns dann abends noch im Pool entspannt, der einfach total schön ist und an sich der einzige Ort ist an dem man es draußen länger aushält. Stundenlang darin verbracht ging es dann wieder in unser Zimmer, wo ich mich dann mal wieder meiner besten Freundin ein wenig gewidmet habe, um danach dann noch einen Plan für die nächsten Tage aufzustellen. Eindeutig zu viele Dinge zu sehen, in zu wenig Tagen.
Der nächste Tag fing dann schon früher an, da es um 9.00Uhr zum Frühstück ging, vier Toast mit Marmelade und Rührei und Orangensaft. Nicht besonderes, aber dafür, dass es im Zimmerpreis enthalten ist doch ganz gut. Anschließend haben wir uns dann unter die Dusche begeben, um uns danach am Strand gleich wieder einzusauen und nass zu machen :p Der Strand in Kuta ist jedoch ziemlich enttäuschend, der Sand ist ziemlich dunkel und zum Wasser hin auch teilweise schwarz, das Wasser selber ist unglaublich dreckig und wenn du darin stehst schwimmt dir dauernd irgendein Müll um die Füße, das ist echt widerlich und nicht das was man sich von Bali erhofft. Wir waren also nicht sonderlich begeistert, was dazu führte, dass wir uns schon nach ein paar Sonnenstrahlen wieder vom Strand verabschiedet haben. Es folgte eine Eispause und anschließendes chillen im Pool, der Ausweg für alles :D Um 15.30 Uhr sollten wir zum Kamelreiten abgeholt werden, wir also vorne zur Rezeption, fertig zum los gehen und was kommt?! „Ähm ja die Menschen waren schon vor einer Stunde da, um euch abzuholen und jetzt ist es zu spät.“ Wir natürlich total begeistert, da wir sowieso Verständigungsprobleme mit dem Typen hatten und es daher durch die eine an der Rezeption klären lassen haben, die uns gesagt hat um 15.30Uhr ist Pick-up, aber nein um 15.30Uhr sollte schon Start sein und einer Stunde vorher der Pick-Up, was sie uns verschwiegen hat. Wir also mit schlechter Laune über einen Ersatzplan für den restlichen Tag nachgedacht. Und was macht man, wenn man schlechte Laune hat und eigentlich etwas anderes vor hatte? Natürlich, essen. Wir uns also auf die Suche nach einem akzeptablen Restaurant gemacht, wo wir letztendlich dann bei einem super leckeren und günstigen Italiener gelandet sind. Nach dem besten Bruschetta das ich je hatte und einer eher durchschnittlichen Pizza ging es dann wieder in die Stadt, ein wenig rumschlendern. Abends wieder im Warung Coco haben wir die Zeit damit verbracht unsere Rucksäcke umzupacken und alles für die nächsten Tage vorzubereiten, wonach es dann auch nicht allzu spät ins Bett ging. 

Donnerstag wurden uns am Morgen unsere Roller direkt vor die Tür gebracht und unsere erste Fahrt war die vorne zur Rezeption, um auszuchecken. Wir wollten also in den nächsten 6 Tagen einmal quer durch Bali mit 10000 verschiedenen Zielen, die wir von allen möglichen Seiten zugesteckt bekommen haben. Unser erstes Ziel war die Hauptstadt, Denpasar. Wir waren jedoch nicht sonderlich von ihrem Anblick angetan und haben uns in kleinen Gassen auch ein wenig verwirrt, wo dann das erste Ungeschick passierte. Wir wollten grad aus einer dieser kleinen Gassen wieder auf eine der Hauütstraßen rauf, als mein Roller mal wieder nicht richtig funktionierte, ich mehr Gas gab, er los düste und ich schon längs auf dem Boden lag. Anstatt vom Roller zu gehen und mir zu helfen hatten die Einheimischen nichts besseres zu tun als mich die ganze Zeit anzuhupen und sich an mir vorbei zu schlängeln. Wir also erstmal mit den Rollern an die Seite und die „Ausmaße“ dieses kleinen Unfalls angesehen: eine mehr oder weniger große Schürfwunde am rechten Schienbein und ein kleiner Blutkreis am Kinn. Es sah nicht sehr schlimm aus, schön war jedoch auch anders. Beide natürlich keine Taschentücher, etc. bei wollte Julia sich erstmal auf die Suche nach solchen begeben, als dann eine indonesische Frau mit Taschentüchern und irgendeiner braunen Salbe ankam und das alles betupft hat. Sie hat sich vergewissert das alles gut ist, mir Salbe und Tücher da gelassen und ist wieder gegangen. Doch das war noch nicht gut verarztet. Es folgte eine kleine ältere Frau, die mit einer alten Flasche mit irgendeinem „Zauberelixier“ ankam und das auf meine Wunden aufgetragen hat, was zwar höllisch gebrannt hat, aber im Endeffekt doch ganz gut zu sein schien. Ich mich also wieder ein wenig beruhigt sind wir ein kleines Stück weiter gefahren, um dann eine andere Frau zu fragen wo denn Denpasar sein. Sie „Which Denpasar?“ Wir „Denpasar, the capital?“ Sie „Ah, it's right here“. Wir Schlauköpfe also schon am Ziel angekommen ohne es zu wissen. Die Roller haben wir dann am Straßenrand abgestellt, um uns zumindest eine kleine Brücke und einen Tempel, auf dem hakenkreuzartige Kreuze abgebildet waren (mir wurde dann später erklärt, dass diese hier in Indonesien anders herum sind als die, die wir kenne und zudem ein gutes und religiöses Symbol ist, welches Hitler sich damals nur abgeschaut hatte) anzusehen. Anschließend hätten wir es allein kaum über die Straße geschafft wegen all dem Verkehr, jedoch kam dann ein alter Mann an, der alle Autos und Roller extra für uns angehalten hat. Die Einheimischen hier sind einfach alle total nett und hilfsbereit! Unser nächstes Ziel war Pura Goah Lawah, ein Fledermaustempel. Erst haben wir den Weg nicht gefunden, jedoch hat uns dann ein Indonesier geholfen und bis vor die Tür gebracht. Dort waren wir erstmal froh unsere Rücken von der Last unserer Rucksäcke zu befreien und unsere Köpfe von der Wärme der Helme. Dort auf dem Boden sitzend und entspannend kam eine Gruppe kleiner Jungs vorbei, 12 Jahre ungefähr, die mich bzw. mein Bein alle angeguckt haben als wäre das sonst was, was mcih natürlich äußerst gefreut hat. Nicht. Der Tempel war an sich, wie jeder andere Tempel hier auch, total schön, jedoch haben wir uns zu doof angestellt die Fledermäuse zu finden bzw. war Julia der Meinung, dass die erst abends da sein würden. Naja, sonderlich Lust mit meinem Bein da weiter rumzusuchen hatte ich auch nicht. Wir also wieder fertig gemacht, auf die Roller und ab in Richtung Amlapura. Das war schon ein ziemlich langer Weg und als es dann in die kleinen Berge hoch ging sind bei mir die Nerven langsam auf Glatteis gegangen. Wir haben dann an einem kleinen Aussichtspunkt gehalten, wollten wieder los und schwups lag ich wieder auf dem Boden. Der Roller hatte mit mir wieder den gleich Mist veranstaltet wie davor, jedoch war es diesmal schlimmer, da ein Großteil meines linken Oberschenkel betroffen war und ich auf einer Art Kies gelandet bin, wo ein kleines Stück Stein schön mein Fleisch aufgeschnitten hat. Ich saß am Boden, nervlich am Ende, „halb verblutet“ und nur noch am heulen. Zum Glück fuhr hinter uns grade ein Auto mit ein paar Indonesiern drin, die sofort aus dem Auto sprangen, um mir zu helfen und mich zum Krankenhaus zu fahren, wobei der eine noch den Spiegel des Autos kaputt gemacht hat. Im Krankenhaus angekommen kam ich sofort ran und ein kleiner Junge der neben mir aus vollem Hals schrie beschrieb genau meine Gefühlslage. Ich lag dort also auf diesem Behandlungstisch drauf, während Julia Daten und alles dem Krankenhaus gab und für mich erstmal die Medizin holen musste, da der Arzt diese anscheinend nicht vor Ort hatte, als der Arzt meinte meine Wunden auf die unsanfteste Art und Weise dieser Welt sauber zu machen. Er hat sich solche Wattedinger genommen und damit schön in meinen Wundern rumgerubbelt, ich war froh, dass der eine Indonesier neben mir stand und meine Hand gehalten hab, denn ich hab geweint und gewimmert wie sonst was, es waren einfach höllische Schmerzen. Irgendwann war er dann mit seiner Folter und dem anschließenden Medizin raufschmieren fertig, worauf ich noch andere Medikamente bekommen habe und er mir irgendwelches Verbandszeug für die nächsten Tage erklärt hat. Ein paar Minuten sollte ich dann noch liegen bleiben, in denen ich mich beruhigt habe und mir erstmals über die Folgen für die kommende Nacht und die folgenden Tage Gedanken gemacht habe, was mich fast wieder zum Weinen gebracht hat, da nun alle Pläne kaputt waren. Die erste Hilfe kam dann von dem Indonesier, der meinte, dass er zwar kein großes Haus habe, wir jedoch bei ihm und seiner Familie für diese Nacht bleiben konnten. Wir haben das natürlich dankend angenommen, da wir eh keine Ahnung hatten wie ich mich sonst noch fortbewegen sollte. Julia und ich wieder im Auto, zwei andere Typen auf den Rollern, haben wir uns dann also auf den Weg zu seinem Haus gemacht, als uns irgendwann aufgefallen ist, dass das Verbandszeug noch im Krankenhaus liegt, da der Arzt es dem einen erst verweigert hat mitzunehmen, da ich noch kurz da bleiben sollte. Bei ihm zu Hause angekommen haben wir dann erstmal alle anderen gefragt, ob einer von ihnen das zufällig das mitgenommen hatte, was niemad gemacht hatte und für Julia und den einen Indonesier hieß wieder ins Krankenhaus zu müssen. Ich wurde derweil auf eine Decke draußen auf der Terrasse verfrachtet, wo ich von 3 Indonesiern, der Mama des einen, seiner Frau und seinen zwei Töchtern, die einen von ihnen war erst 1 ½ und unglaublich süß!, umgeben war. Irgendwann kam dann Julia mit all dem Kram wieder, hat sich erstmal einen balinesischen Kaffe gegönnt, während ich ein wenig Reis gegessen habe, damit ich meine Medikamente nehmen konnte. Der Indonesier, dem das Haus gehörte, hat dann noch Besuch von ein paar seiner Brüder bekommen, er hat insgesamt 14!!!, welche dann alle zusammen ein wenig getrunken, gesungen und getrommelt haben. Das war echt schön anzuhören. Nach dem Tag hat uns dann aber auch schnell die Müdigkeit gepackt, wir nochmal schnell, wie schnell es eben geht, wenn man zwei kaputte Beine hat, auf das Plumpsklo gegangen (eindeutig was für Janni xD ), um dann in einen eher weniger tiefen und bequemen Schlaf zu fallen.

Am nächsten Morgen wurden wir schon relativ früh wach, da wir erstens draußen und zweitens in einem Haus mit gefühlt 10.000Menschen drin geschlafen haben, die alle ungefähr ab 5.00Uhr wach waren. Wir haben um 9.00Uhr dann Frühstück bekommen: Reis mit irgendwelchem komischen Fleisch, es sah total hart aus und eher wie Knorpel als alles andere, die weichen Stücken habe ich gegessen, aber sonderlich gut war es nicht, Fleisch eben. Anschließend hat uns der Neffe von dem Typen mit seiner Freundin zu dem nahegelegenen Strand gebracht, wo wir einen kleinen Spaziergang gemacht haben und danach zum Wassertempel gefahren sind. Der Wassertempel war total schön und hatte einen rießen großen grün-bunten Garten. Dort in meiner Krüppelgeschwindigkeit durchgelaufen ging es dann noch zu einem seiner anderen Onkel, wo auch unser Haupttyp derweil eingetroffen war. Wir haben dort ein wenig rumgesessen und ein paar Snacks und Getränke bekommen, bevor wir wieder zurück zum Haus sind. Dort ging es dem Typen plötzlich total schlecht und wir mussten erstmal noch 2 Stunden warten bis wir uns wieder nach Kuta aufmachen konnten. Die Indonesier hatten uns nämlich angeboten uns plus meinen Roller zurück zu fahren, wofür wir ihnen jedoch auch Geld geben sollten. Wir waren aber einfach nur froh, dass wir irgendwie eine Chance hatten alles so schnell nach Kuta zurück zu bekommen. Um 18..00/19.00 Uhr waren wir dann wieder im Warung Coco, haben uns ein Poolzimmer geschnappt, uns entspannt, hingelegt und erstmal Mami von meinem super Unfall erzählt. Dabei habe ich übrigens erfahren, dass ich nichts dafür kann, da mir die Unfähigkeit Roller zu fahren vererbt wurde :P Nachdem Mama sich dann irgendwann von dem Schock erholt hatte, habe ich versucht mich irgendwie zu waschen ohne meine Beine nass zu machen, was sich als wirklich kompliziert dargestellt hat! Als letzte Aufgabe des Tages stand noch das Verbandwechseln an, welches aufgrund der ganzen Suppe, die aus der Wunde kam, echt keine schöne Angelegenheit war. Aber wat muss dat muss ne?!

Zum Glück konnten wir die für den 6.Mai gebuchte Fähre nach Lombok auf den Samstag nach Gili Island umbuchen, was für uns wieder hieß, dass wir früh aufstehen mussten, da um 6.30Uhr der Shuttle-Bus kommen sollte, der dann jedoch erst kurz nach 7.00Uhr da war. Wir sind eine Stunde bis zu einem kleinen Ort kurz vor Amlapura gefahren, Padang Bei, wo wir dann um 9.00Uhr auf die Fähre nach Gili Trawangan gegangen sind, auf der es ziemlich warm war und mit meinen Beinen nicht sonderlich bequem. Dort angekommen haben wir ein wenig gebraucht um unser Hostel zu finden, da es hinten versteckt auf einem Grundstück lag und von einer kleinen Baustelle verdeckt wurde. Endlich angekommen wollten wir dann einchecken, jedoch hatten wir kein Bargeld mehr und man konnte dort nicht mit Karte zahlen, weswegen ich dann zur nächsten ATM losgehumpelt bin...und wie sollte es anders sein...ATM kaputt. Ich also zurück, die schlechte Nachricht überbracht und gefragt, ob wir das auch später bezahlen können. Gnädigerweise haben sie sich darauf eingelassen, uns jedoch dafür kein Handtuch, kein Schloss und kein Wlanpasswort gegeben...und auch die Zeiten des Frühstück haben sie uns verschwiegen. Zum Glück hat man dafür jedoch Zimmergenossen, die auch alle mal wieder brennend an meiner Rollergeschichte interessiert waren, was sich aber zum Schluss als gut heraus gestellt hat, da die eine Engländerin ein Jahr in Thailand gearbeitet hatte, wo sie viele Fahrradunfälle vor sich hatte und die alle mit Cocosöl behandelt wurden, was ich dann auch gekauft und immer fleißig benutzt habe. Die Betten waren dann unser nächstes Ziel, da die Nächte davor ja nicht mit allzu guten Schlaf gefüllt waren. Nach einem kleinen Nickerchen ging es dann also ab auf die Suche nach Essen. Mit totalen Hunger! Eindeutig ein Fehler. Wir schon fast 2 Milchshakes verschlungen bekamen wir endlich das Essen, welches ungeheuer klein war und uns sowohl geschmacklich als auch an Menge enttäuscht hat. Den ersten Nachmittag/Abend haben wir dann noch auf dem Zimmer verbracht, wo ich mit meinem Dicken geskypt habe und „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ gesehen habe. Krank, aber doch ziemlich beeindruckend. Irgendwann hat mich dann nochmal der Bewegungsdrang gepackt und ich bin ein wenig durch die Läden geschlendert und habe mir ein Eis gegönnt: Passionfruit *.* Mein absoluter Traum, ich werde das in Deutschland so vermissen. Danach ging es dann jedoch auch für mich endlich in Richtung Nachtschlaf, wovor jedoch erst einmal wieder das super duper Wechseln des Verbandes anstand, einfach nur nervig...und das schon nach solch kurzer Zeit. Als das jedoch dann auch erfüllt war ging es für mich endlich in einen tiefen langen Schlaf :D 

Am nächsten Tag haben wir also bis 12.00Uhr geschlafen, also wirklich allen Schlaf der letzten Tage und Nächte nachgeholt. Es folgte ein leckeres Frühstück/Mittag, wo die Portion diesmal groß und super lecker waren. Einen Ausblick auf das Meer und die Nachbarinseln hatte man dabei übrigens auch. Und hatte ich schon erzählt, dass es dort aussieht wie im Paradies und es die reinste Qual ist weder in die Sonne noch ins Wasser zu dürfen?! NERVIG!!! Daher spielte sich der Hauptteil des Tages für mich eher im Schatten bzw. im Zimmer ab, was mich aber schon am ersten Tag total genervt hat. Nach dem Essen sind wir wieder zurück ins Hostel, schlafen, die beste Beschäftigung, wenn man läuft wie ein Krüppel und ungefähr einfach nichts machen darf. Gegen Nachmittag konnten wir uns dann aufraffen etwas zu unternehmen. Auf den Gili Islands gibt es keine motorisierten Fahrzeuge, also keine Roller, keine Autos, kein nichts. Der perfekte Ort für mich :D Daher hieß es dann für uns aufgrund meiner Gehbehinderung, normale Leute mieten sich ein Fahrrad, Kutsche fahren, was ich jedoch ziemlich toll fand :D Für das Pferd war es jedoch schwere Arbeit, besonders aufgrund des Wetters. Wir sind also dann eine Weile fast komplett einmal um die Insel gefahren, haben die weniger belebten Plätze gesehen und sind durch rießige Palmenplantagen gefahren, wodurch ich sofort an den Erdkunde LK denken muss, yeay, Schule lässt grüßen. Es war alles total schön anzusehen und ich hätte am liebsten mit Fahrrad noch mehr gesehen, jedoch ging das leider nicht. Nach diesem anspruchsvollen Ausflug habe ich mir mal wieder Hunger Games angesehen, wonach wir dann mit einer aus unserem Zimmer, eine 36 jährige Serbierin, die seit 10 Jahren in China lebt, auf die Rooftop Terrasse gegangen, die mit lauter Matratzen und Kissen gefüllt war und ein unglaublich gemütlicher, toller Ort ist. Dort haben wir eine Weile gesessen, die anderen haben getrunken und gequatscht. Gegen 10.00Uhr hat uns dann wieder der Hunger gepackt, man isst einfach bei der Wärme so wenig bzw. so unregelmäßig und spät, wodurch wir uns auf die Suche nach diesem gemacht haben, aber leider nur enttäuscht wurden. Pringles, die dazu auch noch gefaket waren, mussten unser Verlangen dann stillen. Nach dieser kleinen Enttäuschung ging es dann wieder ab ins Bett, in die Nachtruhe. 

Am Montagmorgen haben wir es dann mal geschafft früher aus dem Bett zu krabbeln und uns noch das Hostelfrühstück zu schnappen, welches an diesem Morgen aus total leckeren Penncakes bestand, die ich nur zu gern verschlungen habe. Danach haben wir uns wieder ein wenig ins Zimmer gechillt, Julia hat sich ein Fahrrad ausgeliehen und ich hab mich auf die Suche nach dem Cocosnussöl gemacht, das ich in den ersten 4 Läden leider nicht auffinden konnte. Der 5. konnte mich dann endlich glücklich machen und das Zeug riecht einfach so lecker :D Seitdem mache ich jedoch teilweise wieder ein paar gelbe Flecken ins Bett über Nacht, naja...man entwickelt sich eben wieder zurück :P Nach diesem erfreulichen Fund habe ich mich dann zum ersten Mal wieder getraut an den Strand und ein wenig in die Sonne zu gehen, wobei ich jedoch penibel darauf geachtet habe, dass meine Wunden auch keinen Sonnenstrahl abbekamen. Dort habe ich dann ein kleines Nickerchen gemacht, bis ich mich aufgerafft habe und bis ans Ende des Strandes auf dieser Seite gelaufen bin. Umso weiter nach hinten ich kam, umso unschöner wurde der Strand bzw. umso mehr war er von schwarzen Sand durchzogen. An sich war es jedoch total schön dort lang zu laufen, besonders da dort nicht mehr so viele Menschen waren und man einfach nur die Landschaft genießen konnte. Auf dem Weg zurück ins Hostel bin ich dann auf Christina getroffen, eine 26 Jährige aus Deutschland. Nachdem ich mich dann entsandet habe, bin ich mit ihr in ein Wikinger Restaurant gegangen, wo wir eine halbe Ewigkeit gebraucht haben uns ein Essen auszusuchen, weil wir die ganze Zeit mit unserem Gelaber von einem Thema zum anderen kamen. Zum Schluss kam es dann zu einem mega leckeren Crispy Chicken Ceasar Salat. Als wir dann irgendwann mit allem fertig waren haben wir dann Julia wieder getroffen, die schon viel länger zurück war als ich dachte, also sind wir dann nochmal mit ihr Essen gegangen und haben uns jeweils noch einen meeeega leckeren Schokocrepes gegönnt haben. Danach rief auch schon wieder das nervige Verbandwechseln und anschließend das um einiges bessere Bett.
Am Dienstag mussten wir uns dann auch schon wieder aus dem Paradies verabschieden. Erst einmal haben wir uns jedoch um 6.00Uhr morgens aus dem Bett gequält, um uns die wunderschöne knallrote aufgehende Sonne anzusehen. Danach gab es dann nochmal ein paar Stunden Schlaf, bevor es wieder auf die Rooftopterrasse ging, um Frühstück, Omelett, zu essen. Um 11.00Uhr sollte dann die Fähre gehen, jedoch war sie natürlich nicht pünktlich, wodurch wir noch genug Zeit für ein Eis hatten. Die Fahrt mit der Fähre ging dann relativ schnell vorbei und schon saßen wir wieder im Bus nach Kuta. Als wir angekommen sind war Lena auch schon vor Ort und wir haben uns mit ihr auf den Weg zum Italiener gemacht, woraufhin die Planung für die nächsten Tage und ein entspannter Abend im Zimmer mit Blog schreiben, duschen und ein Film folgte.

Mittwoch ging dann also um 11.00Uhr mit dem Bus nach Ubud, wo wir uns dann aufgrund der Wärme gleich eine Planungsrunde unter dem Ventilator gegönnt haben. Eigentlich wollten wir in Ubud auch Elefanten reiten, jedoch haben die in unserem Hostel nur eine viel zu teure Tour angeboten, wodurch wir es dann doch gelassen haben. Als Plan für diesen Tag kam dann erstmal ein schönes Mittagessen, Mei Goreng, was jedoch durch eine total eklige „Eisschokolade“ versaut wurde. Sie bestand ungefähr aus 90% Wasser und 10% ekligem Schokopulver, also total ungenießbar. Danach haben wir dann wahrscheinlich das coolste in den zwei Wochen gemacht: den Monkey Forest. An sich ein wunderschöner Wald mit kleinen Brücken und Flüssen am unteren Ende und dazwischen natürlich all die kleinen süßen Viecher, die sich alle gegenseitig entlaust haben und teilweise auf die Menschen los sind, da sie dachten, dass die etwas zu Essen bei hatten. Einige der Affen hatten sogar kleine Babyaffen bei, die ich dann nur noch umso lieber mitnehmen wollte. Einfach ein absoluter Traum für mich die kleinen Dinger. Irgendwann brauch die Dämmerung an und wir haben uns auf dem „Heimweg“ gemacht, wo ich dann noch meinen Blog weiter geschrieben habe und wir vor dem Einschlafen noch Pitch Perfect gesehen haben. Am nächsten Morgen wurde uns dann gegen halb 10 Frühstück aufs Zimmer geliefert, was wir als Stärkung für die anschließende Shoppingtour genutzt haben. Die Stadt an sich ist doch ziemlich groß und es gibt unheimlich viele kleine süße Geschäfte und einen rießen großen Markt, der über drei Etagen verteilt ist. Auf dem haben wir uns dann auch etwas länger aufgehalten, da wir natürlich alle drei Etagen besichtigen mussten und das mit dem Verhandeln ja doch auch immer ein wenig Zeit in Anspruch nimmt. Ich habe dort auch einen super perfekten Jumpsuit für mich gefunden, weiß mit fliederfarbenen Blumen drauf, der aber leider kaputt war und absolut mistig gesessen hat. Dafür habe ich mir dort dann noch eine neue Shorts und ein Shirt geholt, welches beides zusammen nicht mehr als 8Dollar gekostet hat. Nach dem Markt sind wir in eine Bäckerei gegangen, die unendlich viele Leckereien nur aus Schokolade dort hatte. Wir haben uns ein dickes fettes Irgendwas mit Schokoladenstreuseln und Schokofüllung gekauft, was uns für eine ganze Weile gefüllt hat. In der Zeit haben wir uns dann mit vollen Dickbäuchen einen weiteren Tempel angesehen, von dem einige Teile jedoch für Touristen nicht zugänglich waren, es jedoch auch von außerhalb wunderschön aussah. Auf dem Rückweg haben wir dann zufällig erst Lena und dann Caro, die eine aus Shepparton, wieder getroffen und mit denen einen kleinen Plausch gehalten. Etwas vernünftiges mussten wir an dem Tag dennoch essen, woraufhin es wieder Mei Goreng, Chinanudeln mit Chicke, Gemüse und Ei, ähnlich wie zu Hause, dennoch anders, gab. Von der Wärme erschlagen sind wir dann in unsere Betten gefallen und haben uns noch „The Roommate“ angesehen, was ein Film über eine psychisch komplett angeknackste Studentin ist, die alle Freunde ihres Roommates fertig macht und auch sich selber verletzt nur um die Aufmerksamkeit ihres Roommates zu bekommen. Ich war nervlich komplett am Ende. Schlafen ging danach aber trotzdem erstaunlich gut :p 

Freitag wurde ich dann von einem kleinen Klopfen geweckt, welches das Frühstück ankündigen sollte, welches im Bett verspeist wurde. Den Morgen haben wir dann mit packen verbracht, bevor um 12.30Uhr unser Bus zurück nach Kuta ging. Der Busfahrer meinte jedoch so nett zu sein uns nicht etwa bei unserem Hotel rauszulassen, nein, sondern irgendwo weit entfernt davon. Wir mussten also den restlichen Weg zu unserem Hotel laufen, um dann festzustellen, dass es kein Zimmer bzw. nur noch ein Bett für diese Nacht frei war. Wir uns an die Laptops gesetzt und nach einer Alternative gesucht, was aber so kurzfristig komischerweise nicht so einfach war. Wir haben dann ein Hostel ein paar Ecken weiter gefunden, welches jedoch schwerer zu finden war als gedacht. Endlich dort angekommen haben wir einen kleinen Asienschock bekommen, da in einem Zimmer, dass ungefähr so groß ist wie meins zu Hause, 12 Betten untergebracht waren. Das Zimmer war zwar höher als meins, jedoch waren die Betten so nah aneinander gestellt und auch so nah an den Wänden, dass man eigentlich kein Platz mehr zum treten hatte, geschweige denn für Gepäck. Zum Glück hatten wir nur unsere kleinen Rucksäcke bei. Später ging es dann aufgrund meiner Beine auf Arztsuche, welche sich aufgrund von mangelnden Ärzten in der Umgebung doch al schwer herausgestellt hat. Am ersten Ort, der uns genannt wurde war kein Arzt aufzufinden und der zweite, eine BMIC Klinik, war auf eigen Faust nicht aufzufinden, weswegen wir einige Menschen nach dem Weg fragen mussten und zum Schluss dann eher durch Glück endlich am Ziel ankamen. Das Krankenhaus sah total gut aus und man hat sich dort echt wohl gefühlt, aber ich wollte ja nur meine kleine Wunde checken lassen, weswegen ich weder noch 10 Patienten abwarten noch 650.000 Rupiah im Voraus zahlen wollte. Wir also wieder los zum ersten Ort, wo die Ärztin mittlerweile anwesend war. Sie konnte zwar nicht wirklich gut englisch, hat alles mit einem Übersetzer übersetzt, aber sie schien doch ein wenig Ahnung zu haben, hat mein Verband wieder gewechselt und mir ein weiteres Badeverbot ausgesprochen -.- Mittlerweile war es schon relativ spät und als KFC dann auf der Bildfläche auftauchte, haben wir uns jeder noch einen kleinen Wrap gegönnt, bevor es zurück in das super Hostel ging, um zu schlafen. 

Samstag habe ich relativ lange geschlafen, das Zimmer hatte auch keine Fenster, wodurch man auch absolut keine Peilung hatte wie spät es nun war. Meine erste Aufgabe an diesem Tag galt mal wieder meinen Beinen. Zum ersten Mal nach Tagen jedoch nicht meinen Wunden, sondern meinen wunderschön sprießenden Haaren, die seit neun langen Tagen nicht rasiert wurden. Ich hatte zwar eine Entschuldigung, aber sonderlich schön sah das trotzdem nicht aus! Ich also in die dunkle Dusche und versucht ohne den Schorf zu berühren meine Beine wieder in den Griff zu bekommen, was mir auch gut gelungen ist :P Julia hat sich an dem Tag für zwei Tage wieder einen Roller gemietet, also habe ich mich allein auf den Weg ins Warung Coco gemacht. Dort habe ich dann meinen Blog weiter geschrieben, bis ich um 14Uhr einchecken konnte. Natürlich hatte ich wieder das Zimmer ganz hinten bekommen, das ich noch für ein paar Stunden mit einer Niederländerin teilen musste. Mein Weg führte mich relativ schnell wieder an den Pool, wo ich mich nach Tagen ohne Sonne endlich mal wieder gesonnt habe. So ein Genuss. Meine Gedanken waren jedoch dem nächsten Tag gewidmet, an dem ich einen Fahrer gemietet hatte, der mich zu einigen Orten bringen sollte und mit dem ich jedoch nicht allein mit wollte. Ich wusste zwar auch, dass andere das auch schon allein gemacht hatten, aber ganz G´geheuer war mir das nicht. Plötzlich lief Maike mit ihrer Freundin Nathalie wieder an mir vorbei, die grade von ihrem Trip wieder kamen und sich dann zu mir gesellten. Die beiden hatten die Orte, wo ich hin wollte jedoch auch schon gesehen. Nach einer ordentlichen Runde schwitzen und grübeln ging es dann für mich endlich unter die Dusche. Nach 9 Tagen wieder eine normale Dusche. Ein absoluter Traum! Die Tage davor habe ich mich ja nur gewaschen wie ein Krüppel und nun endlich wieder normal, mit dem kaputten Bein auf dem Klodeckel :P , unter einer Dusche zu stehen war so ein schönes Gefühl, unglaublich :P Nach diesem Ereignis wurde der Abend dann noch mit einer Pizza getoppt. Zurück im Hotel habe ich dann gemerkt, dass ich wieder vergessen hatte Klopapier von der Rezeption zu holen, ich jedoch keine Lust hatte nochmal vor zu laufen aber auch auf Klo musste. Ich also rüber zum anderen Zimmer, geklopft und nach Klopapier gefragt :D Ich bin dann noch ein wenig mit ihr, Mila, Französin, ins Gespräch gekommen und habe sie gefragt, ob sie nicht Lust hat mit mir am nächsten Tag über die Insel zu fahren. Sie war grade erst angekommen und hatte noch gar keine Pläne, weswegen sie mein Angebot gleich angenommen hat und sogar meinte, dass sie noch zwei andere deutsche Mädels kennt, die vielleicht mitkommen wollen. Wir haben uns dann für den nächsten Morgen zum Frühstück verabredet und ich bin wieder rüber in mein Zimmer, habe mir noch einen schönen Mädelsfilm angesehen und habe versucht zu schlafen, was aber in dieser Nacht nicht allzu gut geklappt hat. Sonntag morgen klingelte um 8.30Uhr mein Wecker. Frühstücken war angesagt. Erst war ich noch mit Mila allein, bis sich noch ein Typ und die anderen beiden deutschen Mädels zu uns gesellten. Nachdem wir alles verspeist hatten habe ich mich wieder in die Sonne gelegt und danach wieder eine schön kalte Dusche genossen, da ich da den wunderschönen, vor mir schimmernden Pool immer noch nicht nutzen durfte. Um 12.00Uhr war der Fahrer dann da und die beiden Mädels, Barbara und Leni, hatten sich dazu entschieden uns zu begleiten. Unser erste Stop sollte der Git Git Wasserfall sein, zu dem jedoch erst einmal eine 2 ½ stündige Fahrt zurück gelegt werden musste. Auf dieser haben wir dann Halt bei einem Coffee- & Teatasing gemacht, wo ich sogar mal Kaffee, Cocos- und Vanillekaffe, probiert habe und mich unsterblich in drei Sorten Tee verliebt habe. Nachdem wir uns dann irgendwann von den Leckereien lösen konnten sind wir wieder zurück zum Auto, wobei uns ein kleiner Hase über den Weg gelaufen ist. Der Weg zu dem Wasserfall wurde also fortgeführt, wobei wir nochmal bei einem Aussichtspunkt angehalten haben, um die Sicht über das halbe Dorf zu genießen. Mittlerweile hatte es auch angefangen zu regnen, was uns alle ein wenig schläfrig machte. Irgendwann in dem Ort mit dem Wasserfall angekommen, ließ der Fahrer uns raus und meinte, dass es eine Stunde dauerte den Weg hin und her zu laufen, was uns alle ein wenig schockiert und unmotiviert hat. Doch schon am Anfang des Weges stand ein Schild mit „Git Git Falls in 400m“, was uns doch erleichtert hat. Den kleinen Weg, der an vielen Ständen und einem großen Feld vorbei führte, legten wir also doch recht schnell zurück. Der Wasserfall sah, wie Wasserfälle es nun mal an sich haben, wunderschön aus. Ein von dickem, leuchtendem Grün umgeben und in einem kleinen steinigen Fluss endenden kleines Stück Paradies. Als wir dann den Anblick in uns aufgezogen hatten und ihn auch auf genug Fotos festgehalten hatten, ging es noch auf eine kleine Brücke, von dem aus man den Wasserfall mit dem anschließenden Fluss gut betrachten konnte. Dort standen wir dann eine kleine Weile, bis es wieder zurück ins Auto ging. Der Weg dorthin war zwar kein langer, aufgrund der Wärme und der Feuchtigkeit jedoch trotzdem unheimlich anstrengend. Unser nächstes Ziel sollte Tanah Lot sein, mit oder sogar der größte Tempel der Insel. Bis dorthin mussten wir auch wieder eine längere Strecke zurück legen, auf der es mittlerweile leider schon dunkel wurde. Wir also ziemlich spät dort angekommen, sagte und einer der Indonesier, dass wir den Tempel nun nicht mehr besichtigen können, was uns allen ein wenig die Stimmung genommen hat. Wir haben dann noch versucht ihn von einigen Punkten aus wenigstens von außen zu sehen, aber keine Chance. Ein wenig geknickt ging es dann wieder zurück nach Kuta, worauf auf den Frust ein Essen bei Warung Mamma folgte. Wir hatten ja den ganzen Tag nichts vernünftiges gegessen, ich mich aber leider davor mit mehr Chips folgestopft als die anderen, wodurch es für mich nur ein kleiner leckerer Erdbeermilchshake wurde. Fertig von dem Tag ging es dann auch schon wieder ins schön klimatisierte Zimmer und ab ins Bett. PUSTEKUCHEN! Es war mal wieder die schönste aller Aufgaben angesagt: packen -.- Ich war mal wieder unmotiviert wie sonst was, wodurch sich die ganze Aktion ganz schön in die länge gezogen hat und ich nicht allzu früh ins Bett kam. Montag war nämlich unserer letzter Tag auf Bali, der mit einem schönen Regenguss begonnen wurde. Nass werdend ging es ab zum Frühstück, ein letzter Mal vor Ort. Während wir dort mit Nathalie und Maike saßen hat sich der Himmel schon wieder aufgelockert, was uns jedoch nicht davon abgehalten hat nochmal ins Zimmer zu gehen und zu schlafen. Um 12.00Uhr mussten wir dann wieder auschecken. Wir haben unser Gepäck bei den anderen unter gebracht und ich habe mich zu Barbara, die aufgrund von einer Sonnenallergie nicht allzu viel in die Sonne wollte, auf die Terrasse gesetzt und die meiste Zeit mit belanglosen Gesprächen verbracht. Irgendwann hat Leni, ein unglaublich schlanker Nimmer-satt, Hunger angemeldet. Zum Glück hatten wir am Tag davor herausgefunden, dass McDonalds auf Bali einen Lieferservie hat, eine der wenigen Sachen die Deutschland sich von Asien abgucken sollte :P Julia und ich haben jedoch jeder nur einen kleinen Snack-Wrap gegessen, da wir später noch Essen gehen wollten. Nachdem die Sonne dann ein wenig abgeschwächt war habe ich mich auch noch für eine Stunde in die Sonne gelegt, wonach es unter die Dusche und ab in Richtung Skygarden, einer der bekanntesten Clubs in Kuta, ging. Den Weg dorthin haben wir aufgrund von Dunkelheit und Unwissenheit erst nach einiegm Straucheln und Fragen gefunden. Die Location an sich ist total gut und zum feiern ist es dort bestimmt auch super, jedoch waren wir nur für das All-you-can-eat Buffet da :D Es gab Salat, Pizza, Nudeln, Burger, Fleisch, Spieße, Früchte, kleine Kuchen und alles was das Herz sonst noch so begehrt. Wir waren schon nach dem ersten Teller ziemlich voll, aber ich konnte die Finger sowohl von Schokokuchenhappen und Wassermelone nicht lassen. Wir saßen also am Rand der Rooftopterrasse, haben die Aussicht genossen und uns immer weiter voll gestopft :P Einmal haben wir uns unterhalten, mein Teller stand genau vor mir und plötzlich war er einfach weg. Keine Ahnung wie der Kellner das gemacht hat. Zauberei! Wir waren echt erstaunt und haben uns unendlich lang daran aufgegeilt wie er das gemacht haben muss :P Irgendwann hatten wir jedoch wirklich genug und wir haben unsere schwangeren Bäuche in Richtung Ausgang getragen. Mit vollem Bauch ging es dann noch einmal in den einen Shop rein, wo ich mir noch, für noch weniger Geld als normal, zwei einfache Kleider gekauft habe. Vollbepackt und vollgestopft ging es dann zurück ins Warung Coco, wo wir bei Barbara und Leni unsere Last erst einmal auf den Betten ausleben mussten. Die beiden fanden das ziemlich amüsant, uns ging es aber zwischendurch echt nicht sonderlich gut, was sich nach einiger Zeit jedoch auch wieder gelegt hat. Wir haben also noch ein wenig mit den beiden in ihrem Zimmer gechillt, bis unser Taxi da war und es für uns Zeit war zu gehen. 

Die 10 Minuten zum Flughafen vergingen wie im Flug, höhö. Nach einer kleinen Umpackaktion ging es dann zum Check-In, wo der Typ schon bevor wir in die Area rein durften Tickets von uns haben wollte. Wir waren total verwirrt, haben ihn komisch angeguckt und wurden irgendwann durch gelassen als sich herausstellte, dass unser Ziel Darwin war. Die nächste Aufgabe war dann also das Gepäck los zu werden und einzuchecken, was alles reibungslos ablief. Danach haben sich unsere Blasen gemeldet, wodurch wir nach einander das wahrscheinlich geilste Klo besucht haben, auf dem ich je war. Die Kabinen waren extrem groß, es war alles hell und schön, es war unglaublich sauber und einfach nur ein Ort zum wohl fühlen. Es interessiert euch wahrscheinich herzlich wenig, aber ich war einfach so angetan und fasziniert von diesen Toiletten. Auch der Bereich vor den Kabinen war total groß und schön gemacht, wodurch ich noch länger gebraucht habe als sonst :P Als nächstes stand die Pass- und Visakontrolle an, die nach zwei Sekunden jedoch auch erledigt war. Unser Gate wurde bis zum Boarding nicht angezeigt, weswegen wir relativ am Eingang bei einer Tafel gesessen haben und uns irgendwie die Zeit vertrieben haben. Um 00.30Uhr meinten sie dann doch mal so gnädig sein zu dürfen und uns mitzuteilen, dass wir von Gate 6 aus fliegen würden. Wir also auf den Weg dort hin gemacht, dort auf den Boden gehockt und gewartet bis alle Menschen durch sind. Dadurch mussten wir dann auch nicht länger warten, sondern konnten nach wirklich 2Sekunden sitzen, dummen Säcke -.- :P, ins Flugzeug rein. Der Flug war wieder spärlich besucht, wodurch wir uns jeder auf einer ganzen Reihe breit machen konnten. Das haben wir genutzt um zu schlafen, der jedoch durch die Eiseskälte, die in dem Flugzeug herrschte, immer wieder unterbrochen wurde. Nach 2 ½ Stunden Flug + 1 ½ Stunden Zeitverschiebung sind wir dann um 5Uhr morgens Ortszeit in Darwin gelandet. Und ich war froh endlich wieder in meinem geliebten Land zu sein. Ich weiß nicht, ob es teilweise auch an dem Unfall lag, der mir den Aufenthalt doch ein wenig versaut hat oder auch an Asien allgemein, aber irgendwie kann ich nicht ganz so großes gefallen an Asien finden. Es ist alles so hektisch und dreckig, wenn du ein Problem hast kannst du mit niemanden wirklich reden, da nur die wenigstens englisch können bzw. mehr verstehen als „Cheap price, good price“ und die meisten Strände sind total dreckig und einem schwimmt der Müll um die Füße, wenn man darin ist. Das Land an sich ist total schön mit all seinen Tempeln, kleinen Körben voller Blumen und Gaben vor all den Geschäften, mit meinen geliebten Frangipanis und all den Palmen, mit den Wasserfällen, Vulkanen und rießigen Reisfeldern. Es ist an sich schön ja und an den richtigen Orten und mit der richtigen Stimmung und Einstellung kann man es bestimmt auch super genießen, aber ich habe mich irgendwie nicht richtig darauf einlassen können. Vielleicht ist mein Herz einfach zu sehr Australien belastet :p Ich hab mir irgendwie mehr von Asien erhofft bzw. es mir anders vorgestellt, so wie Gili Island eben, wie ein Paradies. Ich mein was denkt man sonst von Bali?! Aber naja eine Erfahrung war es wert und ich bin trotzdem froh, dass wir dort hin sind, dann weiß ich wenigstens jetzt, dass ich meine Flitterwochen auf Gili Air machen werde :D Und vielleicht sollte ich einfach irgendwann nochmal hin, ohne Verletzung und besser geplant, dann wird das bestimmt auch was. Aber bis dahin genieße ich jetzt erstmal noch meine letzten Tage in Australien. Ich bekomm jetzt schon Muffensausen, wenn ich daran denke, dass es bald nach Hause geht. Aber wenn die Heimat ruft und auch noch Berlin heißt, sagt man doch nur ungern nein. 


PS: Tut mir leid, dass dieser Blog nicht mit wunderschönen Fotos gefüllt ist, aber der momentan eher beschränkte Internetzugriff ließ nur diese Form zu. Wenn ich zu Hause bin zeig ich euch dann auch die restlichen :) 

Freitag, 9. Mai 2014

Jeder Tag ist einfach wie ein Traum. Ich hoff ich wach nie auf.

Ich spule mal wieder ein paar Wochen zurück...Mission Beach bzw. der Nebenort dessen Namen ich vergessen habe, in dem wir aber dann waren, ist so ziemlich das kleinste Kaff an der Ostküste, wo auch wirklich Backpacker hinkommen. Das Wetter hat sich dann auch nicht grad verausgabt, was dazu führte, dass wir den Sonntag im TV-Raum mit „Jetzt gibt’s Ärger“ verbracht haben. Derweil haben Julia und ein Kumpel von ihr aus Melbourne für uns gekocht, ausnahmsweise sogar mal was vernünftiges: Nudeln mit Zucchini, Tomaten und Hähnchen in Sahne-Curry-Sauce :D Nachdem wir dieses Festmahl dann verputzt hatten haben wir nur mit all den anderen, Chrissi, Clara, Elisabeth und Sina von den Whitsundays waren auch noch da, unten rumgesessen, geredet, ein Quiz gespielt und dabei den Blog geschrieben. Gegen Abend hat mich dann ein Schokoanfall erreicht und Sina musste mit mir ur Tankstelle laufen, um irgendwas schokoladiges essbares zu finden, woraus dann letztendlich zwei wundervolle Kinderriegel wurden, die ich genüsslich verspeist habe. Wieder im Hostel habe ich mich dann nach einiger Zeit von den anderen gelöst und habe mich den Rest des Abends mal wieder meinem Dicken bei Skype gewidmet, neben einem rießen großen Haufen Monsterameisen.
Am nächsten Morgen gab es dann ein mehr oder weniger wundervolles Penncake Frühstück, wonach ich dann um 12.30 Uhr zum Skydive abgeholt wurde. Die Zeichen standen zu dem Zeitpunkt schon nicht gut, da es in der Nacht fett geregnet hatte und die Wolken sich bis dahin auch noch nicht verzogen haben. An der Station angekommen wurden wir dann trotzdem erstmal eingecheckt und uns wurde alles erklärt, um uns zu sagen, dass sie aufgrund des Wetters noch nicht wissen, ob wir heute springen können. Wir also drei Stunden dort versauert, um dann zu erfahren, dass es nun doch offiziell abgesagt ist, was meine Laune natürlich um einige Level gesenkt hat. Danach gab es dann auch keine produktiven Aktivitäten mehr und die Laune kam auch nicht wieder hoch, was Alex sich dann abends wieder alles anhören durfte. Vor dem schlafen gehen gab es dann noch einen Film zum einschlafen, um dann am nächsten Morgen um 9Uhr aufstehen zu dürfen. Um 10Uhr hieß es auschecken und anschließend einen Rainforestwalk, wo wir jedoch den falschen Weg genommen haben, der ungefähr halb so kurz war wie der eigentlich vorgesehene, naja Intelligenz fehlt hier eben doch oft :p  


Hindernisslauf.

Die restliche Zeit haben wir dann mit schlendern und Geschäfte erkunden verbracht, wonach wir dann wieder mit dem Shuttle zurück zum Hostel sind. Dort ging es auch wieder nur in den TV-Raum, wo wir Van Helsing geguckt haben, bis es auf zum Bus ging. Ja es waren ein paar absolut faule und unproduktive Tage, willkommen im Schlechtwetterkaff.

Der Bus ging 2 Stunden nach Cairns, wo wir dann herausgefunden haben, dass Lukas und Philip uns in ein Hostel in der letzten Ecke gelockt haben. Schön war es dort trotzdem, jedoch hat unser Zimmer, aufgrund unserer Zimmergenossen?, so stark gestunken! Das war echt eklig. Den Abend haben wir dann mit einer ordentlichen Portion Reis mit Süßsauersauce und den Jungs verbracht. Am nächsten Morgen sah das Wetter schon wieder viel schöner aus und wir haben uns auf die Stadt gemacht, um nach 7Monaten Sabrina wieder zu treffen! Das liebe ich an der Ostküste, man trifft einfach so viele Menschen wieder. Mit ihr und Sina haben wir dann den Vormittag in Souvenirläden und beim einkaufen verbracht, wobei wir dann noch Charlotte, Pascal und Maike getroffen haben mit denen wir dann an die Lagune gegangen sind, um dort das Wetter zu genießen.  

Berliner Göööörls.

Danach sind wir noch eine Tour buchen gegangen, haben mit den Jungs Karten gespielt und unsere Sachen gepackt, da wir am nächsten Morgen aus dem Hostel schon wieder raus sind.
Am Donnerstag ging es nämlich schon um 7.30Uhr in ordentlichem Regen zum Checke-In der Ocean-Freedom, unserer Tauchschiffes. Der Wellengang war ziemlich heftig, was dazu geführt hat, dass mir heftig schlecht wurde und ich froh war, als wir endlich ins Wasser konnten um zu schnorcheln. Das Wetter hat zwar alles ein wenig farbloser scheinen lassen, aber trotzdem sah es super aus und ich hab sogar eine große Schildkröte und einen mega gruseligen großen langen silbernen Fisch gesehen! Es war jedoch immer noch relativ kalt, wodurch wir nicht allzu lang darin geblieben sind und wir uns mit einem warmen Tee und unseren Handtüchern in die Couchecke gekuschelt haben, bis wir mit tauchen dran waren. Als erstes durften wir in die sexy Tauchanzüge rein, wonach wir dann mit Sauerstoffflaschen, die ungefähr wo schwer waren wie ein Elefant, und Tauchbrillen ausgestattet wurden. Ich musste als erstes ins Wasser springen, um dort auf die anderen zu warten. Eine Frau des Teams hat mir derweil schonmal erklärt wie ich atmen soll und nochmal wiederholt was wir alles beachten müssen. Um mich an die Situation zu gewöhnen sollte ich schonmal untertauchen, mich an der Stange festhalten und in Ruhe atmen, bis die anderen auch soweit sind. Das hört sich so einfach an, aber wenn man dann erst mal da unter Wasser ist bekommt man plötzlich ein beklemmendes Gefühl, als hätte man nicht genug Luft zum Atmen und würde von irgendwas erdrückt werden, ein kleiner Panikschub also. Ich hab versucht mich dann zu beruhigen und normal weiter zu atmen, was dann auch nach ein paar Sekunden wieder gut ging. Ich hatte das Gefühl ich hab Stunden da unten verbracht bevor die anderen endlich kamen, da 1. Lynn sich nicht getraut hat bzw. irgendeine Blockade hatte und somit auch gar nicht runter ging und 2. auch Julia ihre Probleme hatte und zwei/drei mal wieder auftauchen musste. Doch irgendwann hatte sie es dann geschafft, wir wurden von dem Tauchlehrer wortwörtlich an die Hand genommen und ab ging es in die weiten des Ozeans. An sich war es wunderschön und es war einfach toll zwischen all den kleinen Fischen zu schwimmen und Nemo dann mal direkt vor den Augen zu haben :D Doch ich habe teilweise echt Probleme mit meinen Ohren bekommen, was ich ja sonst eigentlich nie habe, aber naja...es war ein ekliges Gefühl, einmal hat es geknackt und es ging wieder einigermaßen. Froh, dass wir nicht noch weiter runter sind war ich dennoch. Nach 25 Minuten angucken und anfassen einiger Pflanzen, alle flauscheweich :D, ging es dann wieder nach oben, wo Lynn uns schon erwartete. Sie erstmal von ihrem kleinen Aussetzer erzählt haben wir uns gleich ans Mittag gemacht, was schon seit einer halben Stunde auf uns gewartet hat. Es gab verschiedene Salate, Brot, Hähnchen und all so 'n Zeug. Nach dem Essen sind wir dann ein Stückchen weiter gefahren, wo man dann nochmal schnorcheln konnte oder für einen Aufpreis nochmal tauchen. Wir haben uns gegen beide Varianten entschieden und uns lieber mit einem Tee wieder auf die Couch verzogen, da die Kälte doch mittlerweile von uns Besitz ergriffen hatte. Und natürlich kann man die dumme Klimaanlage auch nicht ausmachen, neeein -.- Jedes mal, wenn wir sie ausgemacht haben, hat ein doofer Crewtyp sie wieder angemacht und wir durften weiter frösteln. Die restliche Zeit auf dem Boot haben wir dann mit Tee und reden verbracht, während Julia geschlafen hat. Irgendwann zwischendurch gab es dann noch Crecker mit Käse, wodurch mein Tag natürlich gerettet war :D Besonders da es endlich mal wieder guter Käse war *.* Der Rückweg lief ganz ohne Übelkeit und Beschwerden ab und zur Belohnung gab es dann kurz vor dem Anlegen noch ein Stück Kuchen, für mich Schoko natürlich :D Als wir vom Boot runter sind mussten wir erstmal wieder zu unseren alten Hostel, JJ's Backpackers, unsere Sachen abholen. Das Problem war jedoch, dass das Hostel zu Fuß 20-30 Minuten von der City entfernt ist und es geregnet hat. Wir hatten jedoch Glück und der Shuttlefahrer musste auch gleich nochmal zurück in die Stadt, wodruch wir heil und trocken zum neuen Hostel kamen :D Dort haben wir uns erstmal schön auf den Betten breit gemacht und uns ein wenig erholt. Gegen Abend haben jedoch dann unsere lieben Freunde ein wenig Terror gemacht, dass wir unbedingt mit in den einen Club sollen, was wir dann letztendlich auch gemacht haben. Ein zusätzlicher Anreiz war die Ladies Night, die dort statt fand, was für jedes Mädchen 5 freie Champagner bzw. Sekt hieß, die natürlich von oben ohne Muskelboys ausgeschenkt wurden. Der Abend nahm einen guten Lauf, es wurde gelacht, getanzt und alle waren da: Charlotte und Maike, Julia und Angie, Lisa, Philipp und Lukas, und wir :D 

Disco Disco Party Party.

Irgendwann sind wir dann auf der Suche nach Abkühlung und was freiem zu trinken in Richtung Mädchenklo, wo gleich nebenan das kleine Casino des Clubs ist. Wir erstmal total gefreut dort einen Wasserspender zu gehen, von dem wir uns auch gleich bedient haben. Als wir also genüsslich unser Wasser schlürften probierte Lisa einfach aus Spaß an dem Automaten daneben ein paar Knöpfe aus...und was kam dabei raus?! Heiße Schokolade *.* und das auch noch umsonst! Wir haben uns gefreut wie kleine Kinder an Weihnachten. Für solch einen Abend zwar kein übliches Getränk und für alle wahrscheinlich auch das erste mal in einem Club, jedoch hat es uns unglaublich glücklich gemacht und den nach Hause Weg, als die Musik dann schlechter wurde, auch schöner gemacht :D Wir also tot müde ins Bett gefallen, wobei wir am nächsten Tag schon wieder um 8Uhr zur nächsten Tour abgeholt wurden.
Die on-the-Wallaby-Tour war angesagt, die auch wieder super von Regen unterstützt wurde -.- Unseren ersten Stop haben wir an einem rießen großen Baum aus 1000 dicken Ästen bzw Mini-stämmen gemacht, der die Kathedrale genannt wird.


Der Baum befand sich in einem Stück Regenwald, wo die dummen Mücken schon nur so auf unser frisches Blut gewartet haben. Am Ausgang dieses Massakergebiets haben Julia und ich dann noch ein kleines süßes etwas, was wie eine Mischung aus Ratte, Meetschwein und Mini-Känguru aussah, gesehen. Wieder im Bus hat es dann richtig angefangen zu regnen, was auch nicht geendet hat, als wir unseren 30/40 Minuten Regenwaldlauf gemacht haben. Und was habt ihr anderes erwartet?! Ich habe natürlich keine Jacke oder einen Regenschirm bei gehabt, wodurch ich dann am Ende ein wenig doll nass war.  

Regen im Regenwald, höhö. 

Doch eine Stärkung folgte sogleich. Wir haben die Lebensmittel aus einem kleinen Restaurant abgeholt und sind zu einem kleinen Picknickplatz. Dort gab es dann dick mit Salat, Gurke, Tomate, Hühnchen und Käse belegte Brötchen, die total lecker waren. Ich hab stolze drei Stück davon verputzt :p Denn für den nächsten Halt musste man auch wieder gut bei Kräften sein, besonders im Kopf. Wir kamen endlich zu dem Ziel, weswegen wir die ganze Tour eigentlich nur machen wollten, den wunderschönen Millaa Millaa Falls, der super Wasserfall aus der Herbal Essences Werbung.


Es war zwar arschkalt draußen und es hat immer noch geregnet, aber das hat uns nicht daran gehindert wieder in die Bikinies zu schlüpfen und ab ins Wasser zu springen, zumindest nach einigen Minuten mentaler Vorbereitung :P Erstmal in und unter Wasser ging es dann jedoch auch mit der Kälte und wir sind hinter den Wasserfall geschwommen, wo man seine Augen vor Spritzern fast gar nicht aufmachen konnte.

Wie sie sehen sehen wie nichts.

Anschließend wurden noch die typischen Haar-Wasserkreis-fotos gemacht, wonach wir dann auch wieder ganz schnell aus dem Wasser sind.  

Ooooh yeah :P

Dort haben wir dann wieder Lynn getroffen, die eine andere Tour an dem Tag gemacht hat, und wollten sie ein wenig nass machen, wogegen sie sich jedoch leider gewehrt hat :p Naja letztendlich ist sie dann aus eigenen Stücken auch ins Wasser und wir wieder in den Bus. Unser nächster Halt versprach Wärme, Tee und Kekse, was wir dann auch bekommen haben und mit den auch vorhandenen Früchten wohlwollend verspeist haben. Danach ging es dann nur noch zu einem kleinen Spot, wo man eigentlich Schnabeltiere beobachten kann, aber bis auf einen Truthahn haben wir nichts gesehen. Das war auch schon unser letzter Halt und die Rückfahrt wurde angetreten, bei der alle ein kleines Nickerchen gemacht haben. Achja zwischendruch auf der Fahrt haben wir von unserem, ein wenig durchgeknallten, Busfahrer Schokolade bekommen, womit er sich natürlich in die Herzen aller geschmuggelt hat :D Er fing an mit „Ich muss euch jetzt etwas fragen, was den Weiterverlauf dieser Tour erheblich beeinträchtigen könnte und ich möchte eine ehrliche Antowort. Liebt ihr mich?“ Wir alle natürlich laut „Jaa!“ Er dann „Gut, dann gibt es für euch jetzt Schokololade :D“ Wir alle am jubeln und er weiter am fragen „Wie doll liebt ihr mich?“ Wir „Sehr doll!“ Dieses Spiele erfolgte zwei mal und wir wurden jedes Mal um eine Tafel Schokolade reicher :D Naja...wieder zurück. Wir dann also irgendwann wieder komplett müde im Hostel angekommen, als Lisa anfing zu fragen, ob wir nicht noch etwas machen wollen. Wir erst nicht sonderlich begeistert, da der Tag schon ein wenig an unseren Kräften gezehrt hat, doch vom Night Market konnte sie uns dann doch überzeugen. Alle Stände dort waren gefüllt mit Souvenirs, Schmuck und Essen, ein Ort also an dem ich mich wohlfühlen konnte :D Lisa und ich sind schon am ersten Stand hängen geblieben, wobei Julia sich dann losgerissen hat, allein kurz über den Markt ist und wieder zurück ins Hostel gegangen ist, naja. Wir haben dann also wirklich ungefähr eine Stunde, wenn nicht sogar mehr, an diesem einen Stand verbracht, was uns selber schon fast irre gemacht hat :P Aber das gute an Lisa, sie liebt shoppen und alles Glitzerzeug genauso wie ich :D Nachdem wir uns dann endlich von dem Stand losreißen konnten haben wir noch die restlichen Stände begutachtet, wobei ich Lisa zum zweiten Mal an diesem Abend dazu gebracht hab ungewollt Geld auszugeben :p Sie sagt immer es tut ihr nicht gut mit mir zusammen zu sein, da ich ihr immer gut zu rede Sachen zu kaufen als ihr davon abzuraten, aber was soll man machen, wenn die Sachen nunmal schön sind und zu ihr passen :D Als wir dann aus dem Markt raus waren haben wir uns noch einen kleinen abendlich Burger von good old McDonalds gegönnt, bevor es für uns beide ins Bett ging.  

Der nächste Tag wurde ohne Wecker und ohne Stress begonnen, was und eindeutig mal wieder gut tat :D Nach einem kleinen Frückstück ging es dann ans Waschen und einkaufen, wonach wir uns mit Lisa an die Lagune gelegt haben, da das Wetter sich endlich wieder von seiner schönen Seite gezeigt hat. Sonderlich lange konnte ich das jedoch nicht genießen, da es um 14.30 zum zweiten Versuch meines Skydives kommen sollte. Als Lisa, die schon am Morgen gesprungen war und als mentale Unterstützung mitkam, und ich zum Abholpunkt liegen kamen jedoch wieder einige dicken Wolken auf, die mich gleich wieder nervös und durchgehend pessimistisch gestimmt haben. Dazu kam dann auch noch, dass der Bus eine halbe Stunde zu spät kam, eindeutig kein guter Anfang. An der Skydive Stelle angekommen durften wir dann erstmal nochmal 1 ½ Stunden warten, bis die wehrten Springbegleiter wieder eingetroffen waren von ihrem letzten Sprung, derweil haben wir zwar noch das Vorbereitungsvideo geschaut, jedoch hat das ganze immer noch nicht zu meiner Beruhigung beigetragen. Als die Herren dann doch irgendwann mal auf der Bildfläche erschienen sind wurde Lisa mit zum Drop-Off Punkt genommen und wir wurden eingekleidet, durfte eine sexy rote Hose anziehen, da wir auf nassem Rasen landen würden, und in die Gurte gefesselt :P Als wir dann draußen auf unsere Sprungpartner gewartet haben hat es dann auch noch angefangen leicht zu nieseln, doch der Pilot hat uns die Angst gleich genommen und gesagt, dass wir ein Loch suchen werden und trotzdem springen. Sowohl meine Nerven als auch die der anderen beiden Mädels gingen langsam auf Glatteis, was sich jedoch wieder beruhigt hat, als wir im Flugzeug saßen und immer weiter hoch kamen. Bei der Hälfte des Weges wurde der einen dann doch langsam mulmig und ich hab einfach versucht nicht daran zu denken was ich grade mache, ich meine fliegen an sich ist für mich ja das normalste der Welt. Die Angst hat mich dann erst so richtig fett gepackt, also die Tandemmaster, also unsere Springbegleiter dann meinten „Okay, fertig machen!“. Wir wurden als an sie angeschnallt, fest rangezogen und mussten die super sexy Brillen aufsetzen. Und grade als die erste mit einem letzten „Hilf mir!“ raus war, war ich auch schon an der Reihe. Doch bevor ich überhaupt richtig Angst bekommen konnte, sind wir auch schon gesprungen, schnell und zackig, perfekt für die Nerven. In den ersten Sekunden haben wir uns noch gedreht und ich hab meinen wunderschönen Stimmbändern in 5km Höhe freien Lauf gelassen. Als wir uns dann jedoch gefangen haben und in den freien Fall kamen ging das alles in Jubel- und Glücksschreie über. Es war einfach das beste Gefühl auf der Welt, man kann das gar nicht beschreiben so unglaublich ist das! 


Liebe von ganz weit oben an euch! :D <3

Du fühlst dich so frei, als würdest du eins mit der Luft sein, als würdest du in der Luft schwimmen. Du fühlst dich einfach nur glücklich und wie der freiste Mensch auf der Welt. Nach 60 Sekunden atemberaubender Gefühle ging dann auch schon der Fallschirm auf und meine Ohren haben mal wieder ein bisschen Probleme gemacht. Von dort an sind wir dann immer weiter in Richtung Boden geschaukelt und ich durfte sogar einmal den Fallschirm selber steuern :D


Nahe dem Boden hieß es dann Beine anziehen, festhalten und einen nassen Arsch kassieren. Ich hatte wieder festen Boden unter den Füßen und war unbeschreiblich glücklich. Lisa kam sofort an und meinte „Kannst du jetzt verstehen wieso ich es gleich nochmal machen wollte?!“ Und ich so „Ja.Jaaa! :D“ Vollkommen überwältigt ging es dann wieder zurück in den Bus und zur Station, wo wir uns auszogen und mit dem Bus gleich wieder in die City gefahren sind. Mittlerweile war es schon ordentlich spät, 17/18Uhr bestimmt und unsere Mägen knurrten in einer Tour. Wir also schnell Julia aufgesammelt und ab zu PJ's essen. Für mich gab es einen leckeren Chickenburger mit Pommes, ich mein immerhin hatten wir Gutscheine vom Hostel für den Pub :p Nach dem Essen ging es wieder zurück ins Hostel, fertig machen und wieder ab ins Gilligans, wo der DJ jedoch wirklich einen schlechten Tag hatte und es viel zu voll war, wodruch man ständig angerempelt wurde oder irgendwelche Körperteile abbekommen hat. Gegen 1 war es uns dann zu viel, wir wollten uns also noch eine heiße Schoki holen und ab nach Hause. Aber was war?! Kein Schokopulver mehr da, kam nur heiße Milch raus. Schöne Scheiße. Der Abend also eher bescheiden, was ich jedoch nicht allzu schade fand, da mein rechtes Ohr seit dem Sprung ein wenig rumgespackt hatte.

Sonntag war dann unserer letzter Tag in Cairns und somit auch unser letzter Tag an der Ostküste. Wir haben uns erstmal natürlich wieder eine ordentlich Portion Schlaf gegönnt, wonach es nach einem kleinen Frühstück mit den beiden Julia's ans Wäsche waschen und einkaufen ging. Danach haben wir uns zu viert, noch mit Lisa, wieder an die Lagune gelegt und ein wenig Sonne und Wasser genossen.  


Irgendwann hat uns jedoch wieder der Hunger gepackt, wir sind zurück ins Hostel, haben gekocht und gegessen und uns dann an den ekligsten Teil des Tages gemacht: das Packen.

Lange Wartezeiten machen kreativ :P

 Ich bin echt so froh, wenn ich das nicht mehr alle paar Tage machen muss! (Wobei ich glaube wenn es soweit ist das sogar vermissen werde :p ) 

Wir beherrschen das Chaos! oder so :D

Nachdem wir dann nach gefühlten Stunden fertig waren haben sich auch schon wieder Lisa und Lena zu uns gesellt, um ins Woolshed, eine Bar/Club zu gehen. Dort war aber an sich nicht viel los, bis dann wieder die Zeit mit den Freigetränken los ging...jedoch war dann Julia extra für uns in Gilligans gekommen, weil sie dachte dass wir da wären, wodurch Lisa und ich dahin sind, um die abzuholen und wieder zum Woolshed zu gehen. Irgendwie sind wir dann jedoch davor stecken geblieben, da wir dann auch noch Chrissi und Clara wieder getroffen haben, was dann dazu geführt hat, dass der freie Eintritt für Mädels zu Ende war -.- Naja wir haben uns dann noch einen kleinen Mitternachtssnack gegönnt, gequatscht und auch nicht allzu spät ins Bett, da wir ja am nächsten Morgen auch schon wieder früh raus mussten.  

Die letzten Stunden und Minuten in Cairns haben wir dann am Montag morgen mit dem restlichen packen, Bus fahren und am Flughafen warten verbracht, bis es um 7.40Uhr mit dem Flieger rüber nach Darwin ging. Dort hatten wir dann einen wundervollen Aufenthalt von viel zu vielen Stunden, den wir mit schlafen, Filme gucken, gammeln und essen verbracht haben. An sich mag ich ja Flughäfen echt, aber der war so klein und es gab einfach nichts zu tun dort, man konnte auch nicht raus gehen und ein wenig die Gegend erkunden, da der Flughafen im nichts steht...und außerdem war es auch viel zu warm und schwül :p Zwischendurch hatte uns ja der Hunger gepackt und wir vollkommen am verzweifeln, da der einzige Hungry Jacks oben nach dem Check-In Bereich war, glücklicherweise habe ich eine Flughafenmitarbeiterin gefragt, ob man da nicht kurz hoch könnte, um was zu essen zu holen und sie sah das als vollkommen natürlich an, sagte wir können so oft wir wollen hoch und runter, müssen eben nur immer wieder, ohne unser Gepäck, durch die Sicherheitskontrolle. Wir waren vollkommen überrascht darüber, aber auch ziemlich glücklich, da der Hunger mittlerweile wirklich an uns nagte :D Nachdem dann all dies und die etlichen Stunden vorbei waren, durften wir um 21 Uhr endlich einchecken. Oben hieß es dann auch nochmal 1 ½ Stunden warten, wobei ich irgendwas ins Auge bekommen habe und das super süß angeschwollen ist -.- :p  

Mein Rastplatz für gute 10 Stunden.

Um 22.30 durften wir dann endlich ins Flugzeug, nachdem wir diese super Ich-fliege-ins-Ausland-Karten ausgefüllt haben, die mir schon nach dem einen Mal übelst auf die Nerven gehen :P Der Flug war ziemlich entspannt und wurde hauptsächlich mit Schlafen verbracht, bis wir dann mitten in der Nacht, ich glaube es war jedoch erst 23.45Uhr Ortszeit auf Bali gelandet sind. Dort ausgestiegen mussten wir natürlich erstmal das Visum bezahlen...und wie sollte es auch anders sein: in Bar. Also hieß es erstmal die ersten Rupiah abholen und gleich wieder ausgeben, 310.000Rupiah kostet so ein doofes Ding, sind aber zum Glück nur um die 21 Euro :D Danach hieß es dann anstellen, an die ungefähr 10.000km lange Schlange für die „Foreign“ Menschen, was mich ungemein an New York erinnert hat (Mama&Papa, ihr wisst wie schön das war -.-). Naja bei uns ging es dann doch relativ schnell, wir sind zu unserem Gepäck und plötzlich stand ein Porter vor uns, der uns das Gepäck abgenommen hat und in Richtung Ausgang getragen hat. Wir waren vollkommen verwirrt und hatten keine Ahnung was er da macht. Wirklich was gesagt hat er auch nicht und auf die Frage, ob er ein Taxifahrer ist hat er nur den Kopf geschüttelt. Beim Taxi hat er uns dann alles wieder übergeben und wir haben langsam verstanden, dass es sein Job ist einfach nur die Sachen von Touristen hin und her zu tragen :P Naja wir also ab ins Taxi, mit einem echt seltsamen Typen, 10 Minuten Fahrt, während der Fahrt noch die ersten 2 Millionen (muhahahaha :D ) abgeholt, um dann mit dem dummen Typen erstmal zu diskutieren wie viel Geld er denn nun bekommt. Wir haben es noch auf 100.000runtergehandelt, was an sich schon 20.000 zu viel sind, dummes Arschloch. Naja wir waren froh endlich im Hostel/Hotel angekommen zu sein, ins 3 Minuten zu Fuß von der Rezeption entfernte Zimmer geführt zu werden, einer Kakerlake über den Weg zu laufen und dann endlich in die echt perfekten, schön breiten und flauschigen Betten zu fallen. So und nun ist erst einmal Ende für heute, die restlichen Ereignisse in Bali folgen. Bis dahin, schon viel zu warme schwitzige Grüße, das Monster.